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AUF DEM NEUSTEN STAND IN SACHEN BEWERBUNG

Bewerbungstipp neue Bewerbungsformen – auf dem neusten Stand in Sachen Bewerbungen

von | Okt 10, 2013 | 0 Kommentare

Wenn Sie im Begriff sind, eine Bewerbung zu schreiben, dann sollten Sie sich von konventionellen Verfahren verabschieden. Vergessen Sie die klassische Bewerbung auf Papier und greifen Sie stattdessen zu Bewerbungs-E-Books, Blogs, digitalen Dossiers und Videos und kombinieren Sie diese im Idealfall mit Seiten bei Portalen wie About.me und Vizify. Der klassische tabellarische Lebenslauf hat ausgedient und schlüpft in ein neues, international taugliches Design. Und auch soziale Netzwerke gewinnen bei der Jobsuche eine n immer höheren Stellenwert.

Wo Kreativität auch in den Bewerbungen gefragt ist

Nicht jede innovative Idee eignet sich für jede Branche. Es gibt zwar kein Regelbuch, welches genau vorgibt, welche Art der Bewerbung für welche Branche die richtige oder falsche ist, doch häufig kann man sich darauf verlassen, dass klassische Branchen auch klassische Bewerbungen bevorzugen, während in kreativen Berufsfeldern auch ungewöhnlichere Bewerbungsmethoden gut ankommen. Dementsprechend gelten im Finanzwesen, der Verwaltung sowie im juristischen und sozialen Bereich konservative Bewerbungen als zielführend. Dem gegenüber stehen Branchen, in denen sich geltende Richtlinien schnell verändern, die kreativ und innovativ sind, wie die Telekommunikation und IT, Marketing und Medien. Hier „gleichen sich die Bewerbungsformen den internationalen Standards an“ erklärt die Expertin und verweist auf Einflüsse des angloamerikanischen Raumes, die in diesen Bereichen zusehends stärker werden.

Chronologisch war einmal – Der Lebenslauf in neuem Design

Die Einflüsse aus dem angloamerikanischen Raum schlagen sich auch auf den Lebenslauf nieder, der hierdurch zukünftig zahlreiche Veränderungen durchleben wird, wie sich die Expertin Svenja Hofert sicher ist. Sie empfiehlt zukünftig Lebensläufe nach folgenden Regeln zu gestalten:

  • Ein Lebenslauf muss zukünftig international sein. Während Sie aktuell noch jeweils eine deutsche und eine englische Version gestalten sollten, um jede Version im Bedarfsfall versenden zu können, werden in ein paar Jahren vermutlich nur noch englische „CVs“ im Bewerbungsprozess von Bedeutung sein.
  • Genauso wie die Sprache hat auch die klassische deutsche Form der Tabelle ausgedient. Statt eines tabellarischen Lebenslauf werden in den Lebensläufen der Zukunft nur noch die wesentlichen Stationen des Berufslebens in übersichtlichen Blöcken zusammengefasst
  • Der Lebenslauf ist künftig kein den Berufsweg des Bewerbers beschreibendes Dokument mehr, sondern soll Werbung für den Bewerber machen. Statt Tätigkeitsbeschreibungen sind zukünftig daher die beruflichen Erfolge hier zu nennen.
  • Ebenso wie Tätigkeitsbeschreibungen sind auch persönliche Daten wie der Familienstand des Bewerbers oder dessen Hobbies für Personaler wenig interessant. Auch das Geburtsdatum wird irgendwann laut der Expertin nicht mehr auf den Lebensläufen zu finden sein wie es jetzt schon beim amerikanischen CV der Fall ist.
  • Ein weiterer Aspekt, der jetzt noch bei deutschen Bewerbungen kaum wegzudenken ist, wird künftig keine Rolle mehr spielen. Gemeint ist das Bewerbungsfoto. Hierzulande werden schon seit geraumer Zeit Stimmen laut, die sich zum Zwecke der Chancengleichheit für Bewerbungen ohne Bewerbungsfotos aussprechen. Bei englischsprachigen Bewerbungen ist das bereits der Fall. In Deutschland wird es daher sicherlich auch nicht mehr lange dauern, bis Bewerbungsfotos nicht mehr Teil einer Bewerbung sind.
  • Dem Lebenslauf sollte künftig ein sogenanntes „Profile“ bzw. ein „Executive Summary“ vorangestellt werden. Dieses ist einem Teaser gleichzusetzen, soll den Bewerber und seine Fähigkeiten kurz anpreisen und auf weitere Informationen neugierig machen.
  • Eine Regel bleibt auch beim zukünftigen Lebenslauf erhalten: In der Kürze liegt die Würze. Deshalb sollte ein Lebenslauf auch in Zukunft nicht mehr als zwei Seiten umfassen. Allerdings, und das ist neu, muss er nicht mehr zwingend unterschrieben worden sein.

Papierbewerbung ade – so sehen die Bewerbungen der Zukunft aus

Doch nicht nur inhaltlich verändert sich der Bewerbungsprozess. Auch die Bewerbungsformen durchlaufen eine Veränderung, so die Karriereexpertin. Erste Schritte dieses Wandlungsprozesses sein bereits durchlaufen. Demnach sind neben den Papierbewerbungen erst auch elektronisch übermittelte Bewerbungen und Bewerbungsformulare und später auch sozial Media hinzugekommen. Zu den Bewerbungsformen der Zukunft gehören einige weitere:

Bewerbungs-eBooks

Sie dachten EBooks ersetzen herkömmliche Bücher? Nicht nur das. Zukünftig werden sie auch für Bewerber interessant. Denn eine Möglichkeit, um sich in Zukunft auf eine vakante Stelle zu bewerben, wird mithilfe von EBooks sein. Denn im EBook lassen sich unter anderem wichtige Punkte aus Ihrem Lebenslauf hervorheben. Gerade bei Bewerbungen in verwandten Branchen eignet sich das EBook hervorragend und sind im digitalen Bereich, im Medienbereich, im Verlagswesen und auch bei kleinen modernen Firmen angesagt. So können Sie bei einer Bewerbung auf eine Stelle als Online-Redakteur das EBook wie eine Zeitschrift gestalten oder als Grafiker die Daten Ihres Lebenslaufs in einem Comic darstellen und ihr Fähigkeiten somit unter Beweis stellen.

Digitale Dossiers als Bewerbungsform

Das digitale Dossier eignet sich hervorragend für alle, die mehr Informationen unterbringen möchten, als der Lebenslauf erlaubt. Denn ein digitales Dossier ist faktenorientiert und enthält die wichtigsten beruflichen Errungenschaften und Informationen, die mit jeder Menge Zahlen und Fakten belegt werden. Doch die zum Dossier gehörenden Dokumente sollten keinesfalls vergessen werden. Dies sind ein Begleitbrief, der Lebenslauf und Arbeitszeugnisse sowie gegebenenfalls Zeugnisse, Zertifikate und Empfehlungsschreiben. Da das digitale Dossier dadurch recht umfangreich wird, ist eine gute Benutzerführung durch das Dossier unabdingbar. Dementsprechend sind ein Inhaltsverzeichnis und nummerierte Kapitel unverzichtbar. Insgesamt darf ein Dossier bis zu 12 Seiten lang sein, so die Unternehmensberaterin Svenja Hofert. Ihrer Erfahrung nach eignen sich Dossiers vorwiegend für Wissensarbeiter, darunter beispielsweise Projektmanager, Architekten, Bauingenieure und Menschen aus anderen technischen Jobs.

Bewerbungs-Videos

Besonders kreativ ist ein Bewerbungsvideo. Es eigne tisch ideal, um sämtliche Sinne anzusprechen und somit neugierig zu machen. Um sich jedoch keinen Fauxpas zu leisten, sollten einige wichtige Aspekte berücksichtigt werden. Die Länge sollte zwei Minuten keinesfalls überschreiten. Inhaltlich ist es empfehlenswert drei Argumente zu präsentieren, warum Sie die beste Besetzung für die ausgeschriebene Stelle sind. Abschließen sollte das Video mit der Bitte um ein Bewerbungsgespräch. Keinesfalls sollten Sie Ihre Kontaktdaten vergessen. Die Herausforderung bei Video-Bewerbungen ist es, ein gutes Video zu kreieren. Im Zuge von Digitalkameras und Smartphones ist jeder Mensch in der Lage ein Video zu drehen. Das Talent, ein gelungenes Bewerbungsvideo zu gestalten, ist dagegen nicht jedem automatisch in die Wiege gelegt worden. Regeln für ein gutes Bewerbungsvideo ist die Unterstützung durch andere. Lassen Sie sich von jemand anderem Filmen und achten Sie neben dem Inhalt auch auf eine gute Bild- und Tonqualität. In den USA sind Bewerbungsvideos mittlerweile ziemlich anerkannt. In Deutschland sind diese noch mit Vorsicht zu genießen. Zielführend sind Bewerbungsvideos in Deutschland jedoch mit großer Sicherheit in den internetnahen Branchen und auch im Bildungsbereich. Verschicken Sie jedoch keine Videos als Anhang, sondern versenden Sie Links auf eine Video-Plattform, so die Empfehlung der Karrierespezialistin.

Blogs – Bewerben durch Bloggen

Ideale für den eigenen Bewerbungsprozess eignet sich der eigene Blog. Hier stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Sie können einen Blogbeitrag verfassen, in dem Sie konkret auf Ihre Jobsuche hinweisen, oder Sie wählen eine indirektere Variante. Als Quereinsteiger beispielsweise empfiehlt es sich über ein branchentypisches Thema erst einmal Kontakte aufzubauen, indem Sie über eben dieses Thema bloggen. Ihr Beitrag fungiert dabei wie eine umfangreiche Arbeitsprobe. Aus diesem Grund ist ein wenig sprachliches Geschick sowie eine korrekte Rechtschreibung und Grammatik unabdingbar. Empfehlenswert ist auch der umgekehrte Weg: Suchen Sie nach Bloggern und anderen Möglichkeiten, sich in eine Diskussion mit einzubringen. Ihre Chancen sind groß, so mit einem potentiellen neuen Arbeitgeber in Kontakt zu kommen.

Bewerben mit sozialen Netzwerken

Soziale Netzwerke gelten nicht mehr nur als Bewerbungsform der Zukunft, sondern sind jetzt schon ein beliebtes Medium für Unternehmen, um sich ein Bild über potentielle Mitarbeiter zu machen und nach diesen zu suchen. Machen Sie sich dessen bewusst! Und nutzen Sie die Chancen, die diese Tatsache mit sich bringt. Bringen Sie Ihren Auftritt bei Facebook, LinkedIn, Xing und anderen sozialen Netzwerken wie z.B Pinterest und Karriereportalen auf Vordermann bevor Sie sich irgendwo bewerben. Nutzen Sie soziale Netzwerke darüber hinaus auch direkt, indem Sie Ihre Kontakte darauf aufmerksam machen, dass Sie aktuell auf der Suche nach einer beruflichen Herausforderung sind. Sie können auch noch einen Schritt weiter gehen und eine eigene Seite für Ihre Jobsuche erstellen. Wenn Sie sich für einen konkreten Arbeitgeber interessieren, sollten Sie die Initiative ergreifen und auf den Präsenzen in sozialen Netzwerken dieses Arbeitgebers aktiv werden, um so auf sich aufmerksam zu machen.

Sinnvolle Ergänzungen

Ergänzen Sie Ihre Bewerbung mit einer Online-Präsentation bei Portalen wie About.me oder Vizify, um Ihrem potentiellen Arbeitgeber weitere Informationen über Ihre Person zukommen lassen zu können. Die neuen Bewerbungsformen sollten außerdem durch ein Anschreiben via E-Mail unterstütz werden. In diesem sollten Sie den jeweiligen Adressaten auf Ihre Person neugierig machen und höflich zu einem Rückruf oder einer anderen Kontaktaufnahme mit Ihnen auffordern. Halten Sie Ihre Bewerbungsunterlagen jedoch in jedem Fall auch immer in klassischer Form bereit. Denn häufig wollen Personalverantwortliche auch nach gelungenen ungewöhnlichen Bewerbungsformen den Lebenslauf oder Zeugnisse sehen. Diese sollten Sie dann auf klassischem Wege im Anhang einer E-Mail versenden und zwar als ein einziges PDF-Dokument mit einer Größe von maximal 3 MB.

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