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DAS BEWERBUNGSFOTO

Das Bewerbungsfoto – ein gutes Bild bei der Bewerbung abgeben

von | Jul 18, 2013 | 0 Kommentare

Wenn es darum geht, die perfekten Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen, finden sich zahlreiche Informationen dazu, wie der Lebenslauf aussehen und das Anschreiben formuliert sein sollten. Natürlich ist die Bedeutung beider Dokumente für den Erfolg einer Bewerbung nicht von der Hand zu weisen. Aber welche Rolle spielt eigentlich das Bewerbungsfoto? Stellt jenes nur eine veraltete Konvention dar, die seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes bei modernen Bewerbungen gerne außer Acht gelassen werden kann, oder hat das Bewerbungsfoto weitaus mehr Relevanz? Gibt es etwa auch hier wichtige Aspekte zu berücksichtigen und mögliche Kardinalfehler, die es unbedingt zu vermeiden gilt?

Der Sinn des Bewerbungsfotos

Einem deutschen Sprichwort nach sagt ein Bild manchmal mehr als tausend Worte. Und tatsächlich gilt dies auch für das Bewerbungsfoto. Viele Personen setzt das unter Druck, und sie möchten auf dem Lichtbild so sympathisch und gutaussehend wie möglich erscheinen. Doch bei dem Bewerbungsfoto geht es selbstverständlich nicht darum, möglichst ansprechend und attraktiv auf den Personalchef zu wirken. Stattdessen ist das Bewerbungsfoto ein weiteres Instrument, das mit Bedacht und Wissen eingesetzt beim zukünftigen Arbeitgeber eine gewisse Wirkung erzielen bzw. in Lebenslauf und Anschreiben dargestellte Eigenschaften unterstreichen kann und somit zum Erfolg einer Bewerbung beitragen kann.

Das richtige Bild für die richtige Branche

Jeder Bewerber sollte für das Bewerbungsfoto einige Vorbereitungen treffen und Frisur, Make-up und Kleidung ausreichend Aufmerksamkeit zukommen lassen, um die richtige Wirkung zu erzielen. Doch Vorsicht: Nicht jede Wirkung ist bei jeder Bewerbung die richtige Wirkung. Manche Branchen erfordern konservative Kleidung und Frisuren, während bei anderen Branchen mit auffälligen und kreativen Bildaspekten gepunktet werden kann und auch Piercings und Tattoos nicht verheimlicht werden müssen. Es geht beim Bewerbungsfoto also nicht darum, den Geschmack des Personalchefs zu treffen, sondern zu zeigen, dass man sich zum einen vorbereitet hat und sich auskennt und zum anderen, dass man sich an die Konventionen der Branche und des Unternehmens anpassen kann und das Bewerbungsgespräch ernst nimmt. Für alle Branchen gilt jedoch folgendes: Wer ordentlich frisiert ist, ein dezentes Make-up ohne Ränder trägt und einen Krawattenknoten ordentlich binden kann, erweckt den Eindruck sorgfältig zu sein. Wer passend gekleidet ist, zeigt, dass er den Dresscode der Branche und des Unternehmens kennt und sich über das Unternehmen informiert hat. Wer den Hemdkragen oder die Bluse gebügelt hat und wessen Kleidung flecken- und fusselfrei ist, der deutet an auch kleinen Details Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Beim Personalchef entsteht so häufig unweigerlich der Eindruck, dass man ebenso gewissenhaft arbeitet und auch hier Details nicht unter den Tisch fallen lässt. Wer sich ordentlich, nicht zu freizügig und der Branche entsprechend kleiden kann, beeinflusst positiv wie die eigene Persönlichkeit und damit auch die Arbeitsweise wahrgenommen wird. Außerdem beweist man, dass man sich zu Benehmen weiß und später problemlos den Kunden des Unternehmens vorgestellt werden kann.

Einzige Adresse für ein gutes Bewerbungsfoto: ein professioneller Fotograf

Ein guter Fotograf verfügt nicht nur über das Equipment für qualitativ hochwertige Bewerbungsbilder, er hat darüber hinaus auch ein geschultes Auge dafür, durch welche Körperhaltung und Mimik eine Person seriös und doch offen, sympathisch und vor allem natürlich erscheint und welche Kleidung und welcher Hintergrund ein stimmiges Gesamtbild erzeugen. Ein guter Fotograf berät daher bereits vor dem Fototermin, empfiehlt mehrere Garderoben zum Fototermin mitzubringen, gibt beim Fototermin zahlreiche Anweisungen und nimmt sich außerdem so viel Zeit bis das perfekte Bild im Kasten ist. Kleine Makel kann ein professioneller Fotograf überdies wegretuschieren. Ein Bewerbungsfoto sollte deshalb auf gar keinen Fall im Automaten gemacht werden. Noch weniger geeignet sind privat aufgenommene Bilder, womöglich aus dem letzten Urlaub. Das wirkt nicht nur unprofessionell, sondern billig. Ein guter Personalchef, der in seinem Leben schon einige hundert Bewerbungsbilder gesehen hat, erkennt sofort professionelle Qualität. Auch wer bereits professionelle Bewerbungsfotos besitzt, sollte keinesfalls ein altes Bewerbungsfoto benutzen. Optischen Veränderungen werden spätestens im Bewerbungsgespräch deutlich und erwecken im schlimmsten Fall den Eindruck, dass der Bewerber zu geizig für neue Bilder war. Doch wer nicht bereit ist, in ein professionelles Bewerbungsfoto zu investieren, ist offensichtlich auch nicht bereit in die eigene Zukunft zu investieren. Auch wenn ein Bewerbungsfoto bei einem professionellen Fotografen deutlich kostenintensiver ist, lohnt sich das Ergebnis.

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