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KOSTENFALLE JOBSUCHE?

Kostenfalle Jobsuche? Nicht, wer Bewerbungskosten clever absetzt

von | Jun 27, 2013 | 0 Kommentare

Wer den Job wechseln möchte, eine Handvoll Bewerbungen schreibt und schon kurze Zeit eine neue Stelle in Aussicht hat, der wird sich zum einen meist nicht über die anfallenden Bewerbungskosten beklagen und gehört zum anderen aber leider auch zur Minderheit. Nicht selten müssen einige Bewerbungen geschrieben werden, bevor eine neue Stelle gefunden wird. Die Kosten für die Stellensuche können da schnell ordentlich zu Buche schlagen. Doch glücklicherweise darf man Bewerbungskosten von der Steuer absetzen.

Bewerbungskosten gehören zu den absetzbaren Werbungskosten

In der Steuererklärung müssen unter anderem auch Werbungskosten von den Einnahmen abgezogen werden. Laut diverser Definitionen, die im Internet zu finden sind, sind Werbungskosten sogenannte Kosten, die zum Erwerb und zur Sicherung sowie zum längerfristigen Erhalt von Einnahmen anfallen. Da auch Bewerbungskosten dem Antritt einer neuen Stelle und damit auch dem Empfang eines monatlichen Gehalts dienen, fallen auch Bewerbungskosten in die Gruppe der Werbungskosten und müssen ebenfalls in der Steuererklärung von den Einnahmen subtrahiert werden. Dabei spielt es für die Berücksichtigung in der Steuererklärung keine Rolle, wie viele Bewerbungen geschrieben wurden und wie erfolgreich diese waren.

Welche anfallenden Kosten gelten als Bewerbungskosten?

Die anfallenden Kosten, die als Bewerbungskosten gelten, sind Ausgaben für Bewerbungsfotos, Bewerbungsmappen, Kopien, Klarsichthüllen, Briefmarken, Briefumschläge und Druckerpatronen sowie Kosten für amtliche Beglaubigungen von Zeugnissen und anderen Dokumenten, für Telefongespräche , die im Rahmen der Bewerbung geführt wurden. Auch Kosten für Stellenanzeigen, die zu Bewerbungszwecken aufgegeben wurden, oder Zeitschriften und Zeitungen mit Stellenanzeigen, die abonniert wurden, sowie Kosten für Kurse oder Fachliteratur, die der Vorbereitung auf die Stelle und das Bewerbungsgespräch dienen, sind Bewerbungskosten. Ebenso können die Fahrt- und Verpflegungskosten zu den Vorbereitungskursen genauso wie die Kosten für Fahrten zu den Vorstellungsgesprächen abgesetzt werden. Zu den Bewerbungskosten zählen in manchen Fällen jeweils anteilig sogar die Anschaffungskosten für einen Computer und die Kosten für den Internetzugang.

Das sollten Sie berücksichtigen

Drei Dinge müssen unbedingt berücksichtigt werden, um die Bewerbungskosten beim Finanzamt geltend machen zu können. Zum einen sieht das Finanzamt eine Pauschale für Werbungskosten von 1.000 Euro vor. Demnach können konkrete Ausgaben erst geltend gemacht werden, wenn die angefallenen Bewerbungskosten die Höhe von 1.000 € übersteigen. Zum zweiten müssen alle Bewerbungskosten nachgewiesen werden. Dazu können entweder die Belege für die Ausgaben gesammelt und eingereicht werden oder die Bewerbungskosten auch pauschal geltend gemacht werden. Üblich sind in der Regel Kosten von 10,00 bis 15,00 € für jede schriftliche Bewerbung ohne Fahrt und Übernachtungskosten und etwa 2,50 für jede elektronische Bewerbung. Diese Kosten können aber je nach Finanzamt variieren und müssen beim jeweiligen Finanzamt eingeholt werden. Und zu guter Letzt muss der Steuererklärung eine Liste mit allen Bewerbungen beifügt werden. Dieser muss zu entnehmen sein, wo Sie sich wann beworben haben und wie die Antwort des Unternehmens ausfiel. Beachten Sie außerdem, dass diese Tipps lediglich unterstützen sollen, keinesfalls aber rechtlich verbindlich sind. Die Erstattung der Bewerbungskosten kann vom Finanzamt durchaus auch abgelehnt werden. Manche Situationen und komplizierte Fälle erfordern zudem möglicherweise eine andere Vorgehensweise. In diesem Fall sollten Sie sich unbedingt von Ihrem Steuerberater oder durch einen Lohnsteuerhilfeverein unterstützen lassen.

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