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REISEKOSTENÜBERNAHME BEI VORSTELLUNGSGESPRÄCHEN

Wer übernimmt die Reisekostenübernahme bei Vorstellungsgesprächen

von | Apr 15, 2013 | 0 Kommentare

Das Warten und das Erstellen Ihrer Bewerbung haben sich gelohnt, Sie werden zu einem Vorstellungsgespräch geladen. Nun ist es scheinbar nur noch ein kleiner Weg bis hin zu dem neuen Job, doch leider ist der Fahrweg länger als gedacht und Sie wissen nicht genau, welche Fortbewegungsmethode Sie wählen sollen, denn es ist ja auch eine finanzielle Frage. Gibt es eventuell einen Weg, dass der potenzielle Arbeitgeber diese Kosten trägt?

Grundsätzlich muss der Arbeitgeber laut BGB § 670 die für das Vorstellungsgespräch nötigen Reisekosten übernehmen. Dafür ist es auch unerheblich, ob Sie die ausgeschriebene Stelle letztendlich wirklich bekommen oder nicht. Sofern Sie eine schriftliche Einladung zu diesem Gespräch erhalten haben, tritt dieser Anspruch in Kraft.

Neben den Fahrtkosten, welche selbstverständlich angemessen sein sollten, sind auch Verpflegungs- und Übernachtungskosten erstattungsfähig. Sollten Sie sich entscheiden mit dem eigenen PKW anzureisen, so können hierbei die Benzinkosten von üblicherweise 30 Cent je Kilometer veranschlagt werden. Alle Auslagen sollten aber auf jeden Fall nicht übertrieben oder ausgedacht sein. Ein erster Klasse Flug ist genauso ungebührlich wie eine Übernachtung in einem Luxushotel.

Prinzipiell muss jeder Arbeitgeber in seiner Einladung zum Vorstellungsgespräch deutlich machen, dass er keine oder nur teilweise Anreisekosten übernimmt. Es muss eindeutig und ausdrücklich schriftlich festgehalten werden. Diese Maßnahmen sind zulässig und werden auch praktiziert. Sollte dies nicht extra vermerkt sein, gilt die rechtlich abgesicherte komplette Übernahme der Kosten. Falls Sie als Bewerber jedoch erst vor Ort erfahren, dass diese angefallenen Auslagen nicht übernommen werden, so ist dies nicht zulässig und Sie können diese vor Ort auch sofort geltend machen.

Oftmals übernehmen Firmen auch nur begrenzte Kosten der Anreise, wie beispielsweise nur die Hin- aber nicht die Rückfahrt. Hier gilt weiterhin, dass diese Praktiken vorab schriftlich erklärt werden müssen.
Einige Unternehmen erteilen sogenannten Headhunters den Auftrag der ersten Kontaktaufnahme mit den Bewerbern. Auch hier steht der eigentliche Auftraggeber in der rechtlichen Pflicht der Kostenübernahme. In den meisten Fällen verrechnet der Headhunter die entstandenen Kosten nachträglich mit dem Auftrag gebenden Unternehmen.

Fazit:
Vor Reisebeginn sollten Sie als Bewerber gegebenenfalls telefonisch nachfragen, in welcher Höhe welche Anreisekosten übernommen werden. Dadurch ersparen Sie sich später das böse Erwachen und die teilweise doch recht hohen Spesenkosten. Und sollten Sie an einen Arbeitgeber geraten, welcher keinerlei Kosten übernimmt, dann können Sie die Kosten wenigstens noch in Ihrer Steuererklärung geltend machen.

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