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TIPPS & TOOLS FÜR DAS SOCIAL RECRUITING

Tipps und Tools für das Social Recruiting

von | Nov 6, 2013 | 0 Kommentare

Bei uns herrscht Fachkräftemangel. Das bekommen gute Kandidaten häufig besonders dadurch zu spüren, dass sie auf ihre Bewerbung meist mehrere positive Rückmeldungen bekommen. Unternehmen, die auf die Bewerbung von guten Kandidaten warten, verlieren dadurch nicht selten einige potentielle Mitarbeiter an Konkurrenten. Daher gilt es, noch vor den Konkurrenten den idealen Kandidaten aufzuspüren, zu kontaktieren und ein Angebot zu unterbreiten, das er nicht ablehnen wird. Zum einen, weil dieses Angebot gut ist, und zum anderen weil der Kandidat dieses noch nicht mit dem Angebot eines anderen Unternehmens vergleichen kann. Ein erfolgreiches Personalrecruiting bedarf daher eines besonders scharfen Rundumblicks und ist eine wirkliche Herausforderung für sämtliche Personalverantwortliche. Noch vor einiger Zeit galten Stellenanzeigen und Headhunter als die Mittel für ein erfolgreiches Recruiting schlechthin. Heute werden zusätzlich soziale Netzwerke als Recruiting-Kanal benutzt, die großes Potential haben und die gängigen Methoden zur Mitarbeitergewinnung möglicherweise irgendwann abgelöst haben werden.

Der Fachkräftemangel ist nicht nur bei uns, der Staffxperts GmbH, in den Bereichen Chemie, Maschinenbau und Energie spürbar, sondern Thema in fast allen Branchen. Doch meine Erfahrung hat gezeigt, dass anstatt unter ihm zu leiden, Unternehmen aktiv etwas gegen diesen tun können. Wenig Resonanz auf Angebote ist häufig ein Hinweis auf die Wahl der falschen Medien. Junge, motivierte und bestens ausgebildete Kandidaten muss man auch mit neuen, ihrer Generation entsprechenden Kommunikationsmitteln ansprechen. Statt klassischen Anzeigen in diversen Print-Medien führt das Internet mit all seinen Möglichkeiten oftmals zu größerem Erfolg.

Der richtige Mix macht’s.

Sich für die Mitarbeitergewinnung mit sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen ist absolut sinnvoll. Schließlich besitzen die Mehrheit aller Jugendlichen ein oder mehrere Profile in den diversen sozialen Netzwerken, insgesamt mehr als 90 Prozent bestätigt der Branchenverband BITKOM. Nach dessen Angaben nutzen fast 80 Prozent der Jugendlichen Social Media täglich. Eine ganzheitliche Recruiting-Strategie muss Social Media daher unbedingt mit einschließen. Dieses bietet Unternehmen bei der Suche nach neuen Mitarbeitern gleich mehrere Möglichkeiten. Vor der eigentlichen Kontaktaufnahme kann sich über die Profilangaben eines Kandidaten ein erstes Bild über dessen Persönlichkeit und Fähigkeiten gemacht werden. Anschließend kann entweder durch Social Distribution Kontakt aufgenommen werden, indem der jeweilige Kandidat direkt angeschrieben wird. Passiv kann stattdessen auch durch gezielte Werbeeinblendungen im Zuge des Social Profiling der Kandidat animiert werden, sich bei einem Unternehmen vorzustellen. Bei keinem anderen Kanal können Personaler so leicht so viele Kandidaten erreichen – und das ohne große Ausgaben.

Dass Social Recruiting funktioniert können nicht nur wir bei der Staffxperts GmbH bestätigen. Auch große Konzerne wie die Deutsche Post, BMW, die Bundeswehr oder Otto setzen seit Jahren auf diese Form der Mitarbeitergewinnung – mit Erfolg. Immer mehr kleinere und mittelständische Betriebe machen es ihnen nach und nutzen eigene Profile in bekannten Netzwerken, um auf sich aufmerksam zu machen und mehr potentielle Kandidaten zu erreichen. Die Plattformen, die am meisten für das Social Recruiting genutzt werden sind nach Facebook auch Twitter und Google+ sowie die Karriereseiten Xing und LinkedIn.

Social Recruiting auf Facebook

Die meisten Studenten kommunizieren über Facebook und nehmen ihr Facebook-Profil in den Berufsstart mit. Aus diesem Grund besitzen auch die meisten jungen Fach- und Führungskräfte ein Facebook-Profil. Und um diese zu erreichen, ist ein eigenes Facebook-Profil für Unternehmen unabdingbar. Diese sogenannten Karriereseiten können bei Facebook separat zum privaten Profil erstellt werden. Die Karriereseiten enthalten neben Informationen zum Unternehmen selbst und seinen Produkten auch sämtliche Informationen zum Personalbereich, darunter vakante Stellen, das Bewerbungsverfahren und Karrieremöglichkeiten. Statt bloß mit Text wie in den Printmedien können hier Bilder und Videos genutzt werden, um die eigene Attraktivität bei potentiellen Bewerbern zu erhöhen. Außerdem kann interessierten Kandidaten ein Blick hinter die Kulissen ermöglicht werden. Hierzu sind Steckbriefe anderer Mitarbeitern, Bewerbungstipps oder detaillierte Aufgabenbeschreibungen zu bestimmten Stellen denkbar. Sie bieten den Kandidaten echten Mehrwert und erhöhen ihr Interesse und pflegen gleichzeitig das Unternehmensimage. Hier lassen sich auch interaktive Schaltflächen integrieren, um interessierte Kandidaten dazu zu animieren, sich direkt zu bewerben. Praktisch sind Buttons, die direkt zur Unternehmensseite verweisen, wenn vorhanden zum Beispiel direkt zum Bewerbungsformular. Facebook ist also nicht nur ein Mittel um Kunden zu informieren und den Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Stattdessen ist Facebook mittlerweile ein anerkanntes Medium für die Gewinnung von Business-Kontakten, die geschäftliche Kommunikation und das Bewerber-Management.

Twitter

Neben Facebook sind Twitter und Google+ die beliebtesten sozialen Netzwerke bei der jungen Fachkräftegeneration. Der Microblog Twitter eignet sich hervorragend um Informationen über das eigene Unternehmen möglichst weitreichend in die Welt zu senden. Zu diesen Informationen gehören natürlich auch offene Stellen. Daneben zeugen Unternehmen mit regelmäßigen Tweets auch von ihrer eigenen modernen Einstellung. Schließlich bedienen sich auch moderner Kommunikationsmittel. Ein Twitter-Account ist daher ebenfalls durchaus empfehlenswert und sollte Teil des Social Recruitings sein. Allerdings muss ich darauf hinweisen, dass Twitter nicht ohne Einschränkungen zu nutzen ist und sich für Recruiting Zwecke zwar eignet, jedoch nicht die gezielten und umfangreichen Maßnahmen wie Facebook erlaubt.

Google+

Google+ gilt als der größte Konkurrent von Facebook. Es ist die Variante eines sozialen Netzwerks von Google, das nach dem Erfolg von Facebook versuchte, ein wenig von diesem abzubekommen. Google+ bietet viele ähnliche sowie weitere Funktionen zu Facebook und eignet sich wie Facebook auch hervorragend für das Social Recruiting. Wie bei den Karriereseiten von Facebook auch können Bilder, Videos und Links eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit potentieller Mitarbeiter auf das eigene Unternehmen zu erhöhen. Für das Social Recruiting gibt es mit speziellen Suchtools gesonderte Funktionen, die praktisch sind und die Rekrutierungsmaßnahmen erleichtern. So kann mit den eingebetteten Google+-Suchmaschinen FindPeopleonPlus.com, GPlusSearch.com oder Gpeep.com gezielt nach bestimmten Angeben in den angelegten Profilen gesucht werden. Auch wenn sich Google+ noch nicht in dem Maß etabliert hat wie Facebook und zu wahrscheinlich weniger potentiellen Mitarbeiter verhilft als Facebook, so ist Google+ dennoch die ideale Möglichkeit, um auch die Fachkräfte zu erreichen, die sich als bekennende Facebook-Gegner nur bei anderen Plattformen anmelden.

XING

Xing gilt neben Facebook als das größte Karrierenetzwerk in Deutschland, ist also das soziale Netzwerk für berufliche Kontakte. Aus diesem Grund ist Xing natürlich im Rahmen des Social Recruiting von besonderem Interesse. Personalverantwortliche können sich als Recruiter registrieren und kann anschließend spezielle Suchfilter nutzen, die die Suche nach geeigneten Kandidaten erheblich vereinfachen. Die Informationen der Kandidaten werden detailliert im Suchergebnis dargestellt. So lässt sich nicht nur gezielt nach einer Besetzung für eine vakante Stelle suchen. Man behält als Personalverantwortlicher außerdem den Überblick über die aktuelle Lage auf dem Bewerbermarkt. Neben der gezielten Suche durch ihre Personalverantwortlichen können sich Unternehmen bei Xing ebenfalls auch für Interessierte darstellen. Xing bietet hierzu eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten.

LinkedIn

LinkedIn ist für Xing ein bisschen das, was Google+ für Facebook ist. Auch wenn das Karrierenetzwerk weniger etabliert ist als Xing, bietet LinkedIn dennoch ebenfalls sehr gute Möglichkeiten neue Mitarbeiter zu gewinnen und sollte deshalb weder ignoriert noch unterschätzt werden. Während Xing ausschließlich deutschsprachig ist, bietet LinkedIn ebenfalls die Möglichkeit, sich mit internationalen Kontakten zu vernetzen. Doch auch für das Recruiting für Bewerber aus Deutschland wird LinkedIn immer wichtiger. Unternehmen können ein Profil erstellen und über sich informieren oder Stellenangeboten veröffentlichen, die sich ganz einfach verwalten lassen. Daneben stehen unterschiedlichen Funktionen für die Suche nach neuen Mitarbeitern zur Verfügung.

Unsere Tipps für ein erfolgreiches Social Recruiting auf einen Blick und zum Abhaken:

  • Ihre Website ist Ihre Visitenkarte. Damit diese den gewünschten Effekt erzielt, müssen im Vorfeld festgelegte Markenbotschaften deutlich übermittelt werden.
  • Entscheiden Sie sich für einen Hauptkanal für das Social Recruiting und ergänzen Sie andere Kanäle nur, sofern Sie für Ihr Unternehmen auch geeignet sind
  • Achten Sie auf eine übersichtliche Struktur. Arbeiten Sie dazu mit einem Plan, den Sie professionell vorbereiten und an den Sie sich halten. So werden wichtige Informationen im richtigen Moment und nicht doppelt veröffentlicht. Auch langfristige Termine können so besser vorbereitet werden.
  • Stellen Sie Kapazitäten für die Betreuung der Social Media Auftritte bereit, damit Sie zeitnah auf Posts und Pinnwandeinträge reagieren können. Durch den interaktiven Charakter der Kanäle wird dies von Ihnen erwartet.
  • Erhöhen Sie Ihre Attraktivität durch umfassendes und unterschiedliches Informationsmaterial mit echtem Mehrwert für potentielle Mitarbeiter und verlinken Sie von Ihren Social Media Auftritt auf andere Webauftritte Ihres Unternehmens. Nutzen Sie die Möglichkeiten des Internets und kreieren Sie neben Textbeiträgen auch Bilder, Videos und dergleichen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig, ob im Netz über Ihre Unternehmen geredet wird, beispielsweise durch Bewertungen von Mitarbeitern auf Arbeitgeberbewertungsportalen und nutzen Sie die Informationen, die Sie somit erhalten.
  • Bleiben Sie in Ihrem eigenen Interesse und um Image-Schäden zu vermeiden stets bei der Wahrheit. Einmal veröffentlichte Informationen können von Experten auch nach einem Löschen wiedergefunden werden.
  • Veröffentlichen Sie vakante Stellen auch bei Ihren Social Media Auftritten. Neben den vielen Personen, mit denen Sie sich bereits vernetzt haben, erreichen Sie so auch deren Kontakte und sorgen für eine größtmögliche Reichweite.
  • Nutzen Sie auch das Netzwerk Ihrer Mitarbeiter und Partner für das Social Recruiting. 20 Prozent der durch das Internet erfolgten Einstellungen basieren auf Empfehlungen von auf sozialen Netzwerken befreundeter Personen. Der Grund hierfür ist das Vertrauen, mit der einer Empfehlung von Freunden begegnet wird. Nutzen Sie diesen Vorteil und lassen Sie sich Ihr Unternehmen und Ihre Stellenangebote von anderen weiterempfehlen.
  • Werten Sie die Maßnahmen, die Sie im Zuge des Social Recruitings ergreifen, und deren Erfolge regelmäßig aus. Nur indem Sie die Reichweite, die Klickrate und die Bewerbungsquote analysieren, können Sie diese wenn nötig auch verbessern.

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Hinweis: Auch wenn Social Recruiting ein großes Potential birgt und im Zuge der Mitarbeitergewinnung unbedingt eingesetzt werden sollte, empfiehlt es sich nicht, das Recruiting ausschließlich auf die sozialen Netzwerke und deren Möglichkeiten zu verlagern. Nur zusammen mit dem gesamten Spektrum des HR-Marketings kann das Social Recruiting sein gesamtes Potential entfalten.

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