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EEG - UMLAGE

Bei der EEG-Umlage handelt es sich um die Kosten, die durch die Förderung von erneuerbaren Energien zur Energiegewinnung entstehen und von den Verbrauchern über die Strompreise getragen werden. Eine bevorzugte Verwendung erneuerbarer Energien anstatt fossiler Energiequellen wird durch das Anfang des neuen Jahrtausends beschlossene Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien bestimmt. Dieses gewährleistet Stromerzeugern die Unterstützung bei dem Betrieb ihrer Stromgewinnungsanlagen, indem der Strom vergütet wird, den die jeweilige Anlage produziert und der in das öffentliche Versorgungsnetz eingespeist wird. Darüber hinaus regelt das EEG auch die Höhe dieser Vergütung.

Wie kommt die EEG-Umlage zustande?

Die EEG-Umlage kommt durch das Minusgeschäft aus dem Verkauf von Ökostrom und den Ausgaben durch die Einspeisevergütung zustande. Diese kann bislang nicht durch den Verkauf des Biostroms allein gedeckt werden, da der konventionelle und deutlich günstigere Strom aus fossilen Brennstoffen den Preis an den Strombörsen drückt. Die erhöhten Ausgaben sind jedoch trotz der geringeren Einnahmen nicht anzupassen, denn sie sind über das EEG gesetzlich festgelegt, um den Analgenbetreiber eine Investitionssicherheit gewährleisten zu können und die Erzeugung von Biostrom weiterhin attraktiv zu halten und damit auszubauen. Die entstehende Differenz zwischen den Einnahmen aus dem Verkauf des Ökostroms und den Ausgaben für die Einspeisevergütung wird durch die EEG-Umlage gedeckt. Diese wird von den Verbrauchern getragen und über den Strompreis abgerechnet.

Wer bestimmt die Höhe der EEG-Umlage?

Die Höhe der EEG-Umlage wird seit 2010 von den vier großen deutschen Betreibern der Übertragungsnetze festgelegt. Diese verwalten das Konto, auf das die EEG-Umlage eingezahlt und mit dem die Vergütungszahlungen abgewickelt werden. Jedes Jahr zum 15. Oktober schätzen sie auch die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben im Folgejahr und legen die Höhe der EEG Umlage neu fest. Auch wenn die Höhe der EEG-Umlage jedes Jahr neu festgelegt wird, bleibt die Höhe der Vergütungssätze per EEG jedoch zwanzig Jahre lang so, wie sie dem Jahr der Inbetriebnahme der Anlage entsprach.

Gründe für die EEG-Umlage

Ziel der EEG-Umlage war es, einen Anreiz für die Entwicklung und den Betrieb von Anlagen zur Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien zu schaffen und somit den Anteil von Strom aus Sonne, Wind, Wasserkraft, Erdwärme oder Biomasse zu steigern. Laut EEG soll dieser Anteil zuerst bis 2020 auf 35 % und dann schrittweise pro Jahrzehnt erhöht werden, so dass im Jahr 2050 der Anteil von aus erneuerbaren Ressourcen produziertem Strom bei 80 % liegt. Derzeit liegt der Anteil von Biostrom bei knapp 25 %. Um den Bau und die Inbetriebnahme von neuen Anlagen attraktiv zu machen, wird durch das EEG eine Vergütungsdauer von 20 Jahren garantiert. Wie hoch diese Vergütung ausfällt, hängt davon ab, wann die Anlage erstmalig in Betrieb genommen wurde oder wird und wird daher nicht wie üblich durch Angebot und Nachfrage bedingt. Die EEG-Umlage ermöglicht die Finanzierung dieses Anreizes und stellt die Basis für die Umsetzung der Klimaschutz technischen Ziele des EEG dar.

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