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VORSTELLUNGSGESPRÄCH: TYPISCHE FRAGEN

Jobsuchende wünschen und fürchten es gleichzeitig: das Vorstellungsgespräch. Wie Sie sich dabei schlagen, entscheidet letztendlich über Ihre berufliche Zukunft. Verständlich, dass viele Bewerber entsprechend angespannt sind. Mit der richtigen Vorbereitung senken Sie die Nervosität und legen das richtige Fundament für einen guten Gesprächsverlauf. Wir zeigen die häufigsten Fragen der Personalchefs und wie Sie am besten darauf antworten.

Worin sehen Sie Ihre Stärken?

Geradezu klassisch ist die Frage nach den eigenen Stärken. Hier geht es darum, die richtige Balance zwischen Eigenlob und Bescheidenheit zu treffen. Das ist nicht einfach, deshalb empfiehlt es sich schon im Vorfeld die richtigen Antworten zu überlegen. Eine typische Antwort ist die Aufzählung besonderer Fähigkeiten. Die Offenheit für neue Themengebiete und Aufgaben, gutes und zuverlässiges Arbeiten, eine hohe Belastbarkeit, eine hohe soziale Kompetenz und Teamfähigkeit sind gern genannte Stärken. Nennen Sie nur die Stärken, die Sie tatsächlich besitzen und stellen Sie diese überzeugend dar.

Welches sind Ihre größten Schwächen?

Die Frage nach den eigenen Schwächen ist meist schwierig zu beantworten. Geschickt ist es, Schwächen zwar konkret zu nennen, die Defizite jedoch als Vorteil für das Unternehmen darzustellen. Das funktioniert nicht bei allen Schwächen. Unpünktlichkeit oder mangelnde Sorgfalt bei der Arbeit lassen sich in der Regel niemals positiv darstellen. Ungeduld und Perfektionismus könnten hingegen von großer Leistungsbereitschaft oder einem hohen Qualitätsanspruch zeugen. Viele Bewerber legen sich dieselben oder ähnliche Antworten zurecht. Daher ist es besser Schwächen zu nennen, die für die ausgeschriebene Position nicht oder kaum relevant sind. Fehlende Erfahrungen lassen sich leicht nachholen. Da ist es ideal, wenn bereits Schulungen oder anderen Maßnahmen begonnen wurden, um Defizite auszugleichen. Personalchefs erwarten keine Bewerber ohne Schwächen, sondern selbstkritische Mitarbeiter, die ihre Schwächen aktiv angehen.

Wie würden ehemalige Mitarbeiter oder Ihre Freunde Sie beschreiben?

Mit dieser Frage prüfen Arbeitgeber den Wahrheitsgehalt Ihrer Angaben. Nennen Sie auch hier Stärken und Schwächen und zeigen Sie damit, dass Sie sich selbstkritisch mit Ihrer Eigenwahrnehmung und der Fremdwahrnehmung anderer Personen auseinandersetzen. Wiederholen Sie jedoch die Antwort auf Stärken und Schwächen nicht vollständig.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für genau diesen Beruf entschieden?

Arbeitgeber erhoffen sich von ihren Mitarbeitern Motivation und Leistungsbereitschaft. Die idealen Voraussetzungen dafür sind Spaß und Interesse am Beruf. Deshalb ist diese Frage nicht unüblich. Lassen Sie nicht den Eindruck entstehen, dass Ihre Berufswahl unüberlegt getroffen wurde. Betonen Sie stattdessen, dass eigene Vorlieben und Interessen die Gründe für Ihre Entscheidung waren und belegen Sie dies, wenn möglich, anhand von Hobbies oder Charaktereigenschaften.

Wie sehen Ihre beruflichen Ziele aus? Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Für Arbeitgeber ist es wichtig zu erfahren, ob sich Ihre Wünsche an die berufliche Zukunft mit den Interessen und Möglichkeiten des Unternehmens decken. Unternehmen stellen ungern Mitarbeiter ein, die aufgrund mangelnder Karrieremöglichkeiten das Unternehmen bereits nach kurzer Zeit wieder verlassen. Klare Zielvorstellungen sind hingegen gern gesehen, denn sie vermitteln Zielstrebigkeit und Leistungsbereitschaft. Nennen Sie die beruflichen Wünsche, denen das Unternehmen auch gerecht werden kann und zeigen Sie ihre Kompromissbereitschaft und Flexibilität, wenn die Konditionen überwiegend stimmen.

Was haben Sie im Zeitraum zwischen … und … getan?

Die wenigsten Lebensläufe sind absolut gradlinig und perfekt. Lücken im Lebenslauf sind daher kein Ausschlusskriterium, sondern wirken authentisch. Es ist jedoch wichtig, diese glaubhaft zu begründen. Wer sich neu orientieren musste, sollte dies ehrlich sagen. Fadenscheinige Ausreden sind unglaubhaft. Dennoch ist es vorteilhafter, wenn Auszeiten berufsbezogen genutzt wurden, beispielsweise durch eine Weiterbildung oder eine Sprachreise.

Warum sollten wir gerade Sie einstellen?

Damit will der Arbeitgeber oftmals testen, wie Sie mit Stresssituationen durch unangenehme Konfrontationen umgehen. Bleiben Sie ruhig und souverän, indem Sie die Qualifikationen und Stärken nennen, die besonders gut zum Jobprofil passen. Können Sie zudem glaubhaft machen, dass die Tätigkeitsbereiche für Sie besonders interessant und motivierend sind, runden Sie die Antwort perfekt ab.

Was wissen Sie über unser Unternehmen?

Für einen Arbeitgeber ist es ideal, wenn ein potentieller Mitarbeiter nicht nur aufgrund seiner Qualifikationen, sondern auch aufgrund seiner persönlichen Interessen zum Unternehmen passt. Daher ist es sinnvoll, sich vorab über den potentiellen Arbeitgeber und dessen Produkten, Dienstleistungen und die Firmenphilosophie zu informieren. Kennen Sie die größten Erfolge in der Firmengeschichte, aktuelle Entwicklungen der Branche und die wichtigsten Daten und Fakten des Unternehmens, zeigen Sie damit eine gute Vorbereitung und signalisieren Interesse, Wertschätzung, Professionalität und Sorgfältigkeit.

Warum möchten Sie gerade bei unserem Unternehmen arbeiten?

Auch bei dieser Frage sollten Sie zeigen, dass Sie sich über das Unternehmen und Ihren potentiellen Arbeitgeber informiert haben. Besser als die Wiedergabe von Informationen zum Unternehmen ist es, einen Bezug zur eigenen Person und den eigenen Interessen herzustellen. Zeigen Sie glaubhaft, dass Sie sich mit dem Unternehmen identifizieren.

Wie sind Ihre Gehaltsvorstellungen?

Jeder Bewerber sollte im Vorstellungsgespräch klare Angaben zu den eigenen Gehaltsvorstellungen machen können. Üblich ist die konkrete Benennung eines Gehaltsrahmens für das Bruttojahresgehalt. Informieren Sie sich vorab über die branchenüblichen Gehälter in der angestrebten Position, damit Ihre Gehaltsvorstellungen realistisch sind. Beachten Sie, dass sich auch die Größe und das Renommee des Unternehmens auf die Höhe des Gehalts auswirken können. Ist der Arbeitgeber mit Ihren Gehaltswünschen nicht einverstanden, signalisieren Sie Verhandlungsbereitschaft und zeigen Sie Ihre Bereitschaft zu einer erneuten Gehaltsverhandlung nach Ablauf der Probezeit.

Welche Fragen haben Sie an uns?

Mit Fragen an den potentiellen Arbeitgeber zeigen Sie Ihr Interesse am Unternehmen und an der vakanten Stelle. Fragen zum Urlaub oder zur Arbeitszeitregelung sind hier nicht angebracht und können geklärt werden, wenn sich das Unternehmen für Sie entschieden hat. Fragen nach dem Warum, wirken schnell kritisch. Stellen Sie stattdessen offene Fragen, beginnend mit „Wer“, „Was“ oder „Wie“. Geeignet sind Fragen nach der Einarbeitung (Zeitraum), der Arbeitsweise (Einzel-, Teamarbeit; Außen-/Innendienst) oder nach den Aufstiegsmöglichkeiten und Weiterbildungsangeboten. Bei Bedarf kann eine Liste mit Fragen zur Unterstützung angefertigt werden. Diese signalisiert eine gewissenhafte Vorbereitung.

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