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DAS BEWERBUNGSFOTO

Das Bewerbungsfoto – ein gutes Bild bei der Bewerbung abgeben

2. Feb 2021

Ein professionelles und gutes Bewerbungsfoto kommt bei rund 80 % der Personalverantwortlichen sehr gut an. Wenn es darum geht, die perfekten Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen, finden sich zahlreiche Informationen dazu, wie der Lebenslauf aussehen und das Anschreiben formuliert sein sollten. Natürlich ist die Bedeutung beider Dokumente für den Erfolg einer Bewerbung nicht von der Hand zu weisen. Aber welche Rolle spielt eigentlich das Bewerbungsfoto? Stellt jenes nur eine veraltete Konvention dar, die seit Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes bei modernen Bewerbungen gerne außer Acht gelassen werden kann, oder hat das Bewerbungsfoto weitaus mehr Relevanz? Ein Foto ist seit geraumer Zeit kein Must-Have mehr. 

Fällt die Entscheidung aber auf „mit Foto“, sollten Sie bei der Bewerbung mit dem richtigen Foto, wichtige Aspekte berücksichtigen und mögliche Kardinalfehler unbedingt zu vermeiden.

Der Sinn des Bewerbungsfotos

Einem deutschen Sprichwort nach sagt ein Bild manchmal mehr als tausend Worte. Und tatsächlich gilt dies auch für das Bewerbungsfoto. Viele Personen setzt das unter Druck, und sie möchten auf dem Lichtbild so sympathisch und gutaussehend wie möglich erscheinen. Doch bei dem Bewerbungsfoto geht es selbstverständlich nicht darum, möglichst ansprechend und attraktiv auf den Personalchef zu wirken. Stattdessen ist das Bewerbungsfoto ein weiteres Instrument, das mit Bedacht und Wissen eingesetzt beim zukünftigen Arbeitgeber eine gewisse Wirkung erzielen bzw. in Lebenslauf und Anschreiben dargestellte Eigenschaften unterstreichen kann und somit zum Erfolg einer Bewerbung beitragen kann.

Bewerbungsbild – ja oder nein?

Wie eingangs erwähnt, sind Sie nicht zum Foto verpflichtet. Ein Unternehmen darf, rein rechtlich, der Bewerbung ohne Foto keine Benachteiligung zusprechen. Sie deshalb nicht einzustellen, wäre also nicht erlaubt. Dennoch ist es in Deutschland üblich und beeinflusst oft unterbewusst die Entscheidung des Personalers.

Bewerbungsfoto: Vor- und Nachteile

Vorteile: Deine Bewerbung wird durch das Bewerbungsfoto persönlicher – denn das Menschliche muss, genau wie die passenden Qualifikationen, bei der Zusammenarbeit stimmen. Spätestens im Vorstellungsgespräch sieht der Personaler dich und lernt der dich kennen – auch dann können unterbewusste Entscheidungen anhand des Aussehens getroffen werden.

Nachteile: Das Bewerbungsfoto kann, mit allen anderen Informationen in einer Bewerbung, von den wesentlichen Qualifikationen eines Bewerbers ablenken. Der Personaler kann einen Bewerber anhand des Fotos leichter „verurteilen“, wenn auch unterbewusst.

Das richtige Bild für die richtige Branche

Jeder Bewerber sollte für das Bewerbungsfoto einige Vorbereitungen treffen und Frisur, Make-up und Kleidung ausreichend Aufmerksamkeit zukommen lassen, um die richtige Wirkung zu erzielen. Doch Vorsicht: Nicht jede Wirkung ist bei jeder Bewerbung die richtige Wirkung. Manche Branchen erfordern konservative Kleidung und Frisuren, während bei anderen Branchen mit auffälligen und kreativen Bildaspekten gepunktet werden kann und auch Piercings und Tattoos nicht verheimlicht werden müssen. Es geht beim Bewerbungsfoto also nicht darum, den Geschmack des Personalchefs zu treffen, sondern zu zeigen, dass man sich zum einen vorbereitet hat und sich auskennt und zum anderen, dass man sich an die Konventionen der Branche und des Unternehmens anpassen kann und das Bewerbungsgespräch ernst nimmt. Für alle Branchen gilt jedoch folgendes: Wer ordentlich frisiert ist, ein dezentes Make-up ohne Ränder trägt und einen Krawattenknoten ordentlich binden kann, erweckt den Eindruck sorgfältig zu sein. 

Die richtige Kleidung

Wer passend gekleidet ist, zeigt, dass er den Dresscode der Branche und des Unternehmens kennt und sich über das Unternehmen informiert hat. Grundsätzlich gilt also, sich vorab zu informieren und im Zweifel schlichte, aber elegante Kleidung zu wählen. Wer den Hemdkragen oder die Bluse gebügelt hat und wessen Kleidung flecken- und fusselfrei ist, der deutet an auch kleinen Details Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Beim Personalchef entsteht so häufig unweigerlich der Eindruck, dass man ebenso gewissenhaft arbeitet und auch hier Details nicht unter den Tisch fallen lässt. Wer sich ordentlich, nicht zu freizügig und der Branche entsprechend kleiden kann, beeinflusst positiv wie die eigene Persönlichkeit und damit auch die Arbeitsweise wahrgenommen wird. Außerdem beweist man, dass man sich zu Benehmen weiß und später problemlos den Kunden des Unternehmens vorgestellt werden kann.  Je nach Branche gibt es unterschiedlich strenge Richtlinien bezüglich der Kleidung.

Für einen beispielsweise konservativen Job in einer Bank oder Versicherung sind für Männer Anzug und Krawatte, für Frauen Bluse oder Kostüm meist noch Pflicht. Auf dem Foto für diese Branche sollte passende Kleidung getragen werden. Zurückhaltende Farben wie Dunkelblau oder Grau gehen immer. Von knalligen Farben, auffälligen Muster sind ein absolutes No-Go, aber auch von Schwarz rate ich eher ab. 

Wird ein eher kreativeren Beruf angestrebt oder ein Job bei einem weniger konservativen Unternehmen gewählt, ist etwas mehr Spielraum gegeben. In diesen Fällen reichen oft Hemd oder Blus aus. Teilweise kann hier sogar ein gut wirkendes T-Shirt oder Kleid zielführend sein. Bei der Farbauswahl kann die mögliche Farbpalette um Beige- und Bordeauxtöne (möglichst kein grelles Rot!) erweitert werden. 

Wichtig: Im Zweifel gilt es immer, sich dem Unternehmen lieber overdressed als underdressed zu präsentieren. Der Eindruck, dass du den Job ernst nimmst, wird so besser vermittelt.

Das Styling

Hier ebenfalls getreu dem Motto „Weniger ist mehr“ stylen. Zurückhaltung ist hier von Vorteil und zu empfehlen.

Beim Schmuck sollte auf große Ketten und Ohrringe oder auffällige Uhren verzichtet werden. Eine dezente Variante oder gar kein Schmuck wäre die bessere Wahl.

Beim Thema Make-up & Friseur empfehle ich, ebenfalls dezent zu bleiben. Das Make-up, welches den Charakter unterstreicht und allgemein frischer aussehen lässt, ist vollkommen okay. Unbedingt zu viel Schminke und vor allem zu auffällige Farben vermeiden. Bei der Frisur ist es ähnlich. Gepflegt, frisch gewaschen und gut frisiert – perfekt. Von aufwändigen Flecht- oder Föhnfrisuren rate ich jedoch ab. 

Einzige Adresse für ein gutes Bewerbungsfoto: ein professioneller Fotograf

Ein guter Fotograf verfügt nicht nur über das Equipment für qualitativ hochwertige Bewerbungsbilder, er hat darüber hinaus auch ein geschultes Auge dafür, durch welche Körperhaltung und Mimik eine Person seriös und doch offen, sympathisch und vor allem natürlich erscheint und welche Kleidung und welcher Hintergrund ein stimmiges Gesamtbild erzeugen. Ein guter Fotograf berät daher bereits vor dem Fototermin, empfiehlt mehrere Garderoben zum Fototermin mitzubringen, gibt beim Fototermin zahlreiche Anweisungen und nimmt sich außerdem so viel Zeit bis das perfekte Bild im Kasten ist.

Kleine Makel kann ein professioneller Fotograf überdies wegretuschieren. Ein Bewerbungsfoto sollte deshalb auf gar keinen Fall im Automaten gemacht werden. Noch weniger geeignet sind privat aufgenommene Bilder, womöglich aus dem letzten Urlaub. Das wirkt nicht nur unprofessionell, sondern billig. Ein guter Personalchef, der in seinem Leben schon einige hundert Bewerbungsbilder gesehen hat, erkennt sofort professionelle Qualität. Auch wer bereits professionelle Bewerbungsfotos besitzt, sollte keinesfalls ein altes Bewerbungsfoto benutzen. Optischen Veränderungen werden spätestens im Bewerbungsgespräch deutlich und erwecken im schlimmsten Fall den Eindruck, dass der Bewerber zu geizig für neue Bilder war. Doch wer nicht bereit ist, in ein professionelles Bewerbungsfoto zu investieren, ist offensichtlich auch nicht bereit in die eigene Zukunft zu investieren. Auch wenn ein Bewerbungsfoto bei einem professionellen Fotografen deutlich kostenintensiver ist, lohnt sich das Ergebnis. 

Positionierung des Bewerbungsfotos

In der Regel gibt es zwei Möglichkeiten, sein Bewerbungsfoto zu positionieren. Entweder auf dem Deckblatt der Bewerbung oder auf dem Lebenslauf. Der Vorteil, wenn man es auf dem Deckblatt einfügt: Es spart Platz für den Werdegang. Wichtig: Dein Foto hat auf dem Anschreiben nichts zu suchen. In welchem Format oder welcher Größe das Foto eingefügt wird, ist einem selbst überlassen. Es gibt dazu keine festen Vorschriften. Zu beachten gilt zudem die Blickrichtung, denn Ihr Blick gibt die Positionierung vor. Achten Sie immer darauf, nicht aus Ihrer Bewerbung hinaus, sondern immer hinein zu schauen. Wichtig ist, dass alles ins Gesamtbild der Bewerbungsunterlagen passt und diesen abrundet.

Do’s

Dont’s

Kleidung passend zur Brancheknalligen Farben, unpassend zur Branche
unauffällige Farben, keine wilden Musterauffälliger Schmuck
Dezentes Make-up, gepflegte und frisch gewaschene HaareStarkes Make-up, aufwändige Frisuren, Ungepflegte / zerzauste Haare
Körperhaltung, die deiner Persönlichkeit entsprichtZu ernster oder aufgesetzter Gesichtsausdruck
Professionelle Aufnahme (am besten vom Profi Fotografen)Urlaubs- und Freizeitfotos und schlechte Belichtung
Positionierung auf dem Lebenslauf oder DeckblattFoto im Anschreiben einfügen oder nur der Bewerbung beilegen
Format, Auszug und Farbe so wählen, dass die Unterlagen insgesamt stimmig sindUnruhiger Hintergrund, Farben unstimmig mit dem Bewerbungsdesign
Natürliches, offenes LächelnKünstliches Lachen
Aktuelles BewerbungsbildVeraltetes Bewerbungsfoto

 

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Isabel Kulessa

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