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DEIN LEBEN UND ICH

Dein Leben & ich – 10 Empfehlungen für deine Bewerbung Teil 1

19. Mrz 2019

Im ersten Teil der Reihe „Dein Leben & Ich“ bekommst du 10 Empfehlungen von mir, mitten aus meinem Leben als Recruiter.

Bist du auf der Suche nach einem Praktikum, einem Ausbildungsplatz, einem Nebenjob oder eine berufliche Veränderung? Dann lies bitte weiter.

Man beeing stressed about the job application

Bildquelle: AdobeStock_188038123 von Wayhome Studio

Es gibt viele Gründe und Situationen in denen eine Bewerbung notwendig wird. Aber was genau gehört alles dazu und wie schreibt man eine Bewerbung richtig? Als Recruiter liest man im Laufe der Zeit viele verschiedene Bewerbungen. Manche Bewerbungen die ich zu lesen bekomme, sind sehr gelungen, andere sind eher amüsant bis erschreckend.

Es gibt ca. eine Million Tipps und To-Do´s, viele Checklisten und Ratgeber im Internet, die das Ganze für euch vereinfachen sollen. Es fällt vielen Menschen trotzdem schwer eine gute Bewerbung zu verfassen.

Hier folgen nun also ein paar Beispiele inklusive Screenshots, wie man es nicht machen sollte und Empfehlungen, die ich euch mit auf den Weg geben möchte.

 

 

Die Tipps sind natürlich nicht in Stein gemeißelt, es sind nur meine Empfehlungen für euch. Je nach Position oder Anlass, variieren natürlich die Art der Bewerbung und dessen Anforderungen.  Also immer genau lesen!

Deine Bewerbung unbedingt im Word Format abschicken

Frustrated fashionable man makes suicide gesture

Bildquelle: AdobeStock_186341191 vonWayhome Studio

Microsoft Word ist eins der gängigen Schreibprogramme für euren Computer. Natürlich schreibt man mit diesem Programm auch seinen Lebenslauf und sein Anschreiben. Word bietet hierfür auch einige gute Vorlagen die natürlich gerne verwendet werden dürfen.

Jedoch sollte man seine Unterlagen dann nicht im Word-Format speichern sondern in einem PDF-Format speichern und so dann auch abschicken. Dieses Dokument wird dann auf allen Computern im gleichen Format angezeigt und kann nicht mehr verändert werden.

Zur Erklärung:
Word gibt es in vielen verschiedenen Versionen. Das Öffnen der Datei in einer anderen Word Version kann dazu führen, dass das ganze Format nicht mehr so angezeigt wird, wie es in der ursprünglichen Version erstellt wurde. So erschießt sich dein mühevoll erstelltes Layout und sieht aus wie Kraut und Rüben.

Im PDF-Format kann das nicht passieren wodurch es zudem um einiges professioneller wirkt.

Meine Empfehlung: 
Unbedingt im PDF Format verschicken, um Fehlerquellen zu vermeiden.

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Unbedingt ohne Zeugnisse bewerben

Natürlich nicht.

Wenn ein Beschäftigungsverhältnis endet, egal aus welchen Gründen, bekommt der Arbeitnehmer in der Regel ein Zeugnis, in dem noch einmal Beginn und Ende sowie die Art der Beschäftigung beschrieben ist. D.h Arbeitszeugnisse sind in der Regel vorhanden. 

Sowohl die Tätigkeiten als auch die genaue Bezeichnung der Position werden hier genannt. Das ist sehr hilfreich, für einen Personaler oder Recruiter, da hier einfach nochmal genau beschrieben ist, was man über die Tätigkeit wissen sollte. 

Wenn im Lebenslauf als Berufsbezeichnung „Kaufmännische Angestellte“ oder „Sachbearbeiter“ steht, kann das erstmal alles Mögliche heißen. Das Ganze gibt dann erst mit den Informationen aus dem Zeugnis ein genaueres Bild, was der Bewerber an Berufserfahrung und Know-How mitbringt.

Meine Empfehlung:
Bei der Positionsbezeichnung im Lebenslauf, Tätigkeiten kurz skizzieren und beim Jobwechsel, darauf achten sich ein Arbeitszeugnis / Zwischenzeugnis ausstellen zu lassen.

Überall das gleiche Anschreiben

Depressed grieved unshaven male clenches teeth, closes eyes and frowns face in dissatisfaction, being stressed to hear bad news, isolated over white concrete wall. Negative emotions concept.

Bildquelle: AdobeStock_188038570 von Wayhome Studio

Ein Anschreiben zu formulieren ist wohl das schwierigste an einer Bewerbung. Deshalb fällt es vielen schwer ein individuelles und aussagekräftiges Anschreiben zu formulieren.

Natürlich kommt man da als Bewerber auf die Idee bei allen Bewerbungen das gleiche Anschreiben einzureichen. Das ist an sich auch keine schlechte Idee, nur sollte dann darauf geachtet werden, dass die nötigen Dinge angepasst werden.

Alles andere wird peinlich. Sich zumindest so viele Gedanken zu machen im Anschreiben auf die Stellenbeschreibung einzugehen d.h den Stellentitel zu erwähnen, auf die Aufgaben der Stelle einzugehen, sollte nicht zu viel verlangt sein, wenn man einen Job wirklich haben möchte. Richtiger Firmenname, Name des Ansprechpartners und richtige Firmenadresse sollte mindestens drin sein.

Bei vielen Unternehmen ist ein Anschreiben keine Pflicht mehr so wie bei uns. Wenn man sich mit dem Anschreiben nicht wohl fühlt, sollte man dieses, sofern nicht gefordert auch besser weglassen.

Deine Bewerbung direkt & für alle sichtbar an ALLE zu senden,  ist wohl das Unklügste, was du als Bewerber machen kannst. Hier wäre ich sehr vorsichtig.

Meine Empfehlung:
Möchtest du dich von der Masse abheben sollte dein Anschreiben keine Massenabfertigung, fehlerfrei und authentisch sein.

Rechtschreibung adé

Die Rechtschreibung ist heutzutage eine Sache für sich. In der Grundschule lernt man ja schließlich zu schreiben wie man es hört und spricht. Wahnsinn oder?

In manchen Fällen kann man sich nicht sicher sein, wie es richtig geschrieben wird. Geht mir auch so. Jedoch sollte man sein Anschreiben und Lebenslauf kontrollieren, bevor man alles verschickt.

Tipp-/Satzbaufehler oder Buchstabendreher können leicht passieren, sehen aber dennoch in einer Bewerbung unprofessionell aus und sollten dringend vermieden werden denn, wenn man im Schreibfluss ist, kann es mal passieren, dass ein Wort vergessen wird oder zu viel getippt wird. Einmal selbst kontrollieren oder kontrollieren lassen und auf der sicheren Seite sein.

Meine Empfehlung:
Bei Fragen zur korrekten Schreibweise einfach mal googlen.

„Hey“ in der Ansprache verwenden

Worried scared man bites his nails

Bildquelle: AdobeStock_188039154 von Wayhome Studio

Natürlich kann man, wie oben erwähnt, beispielsweise beim Anschreiben immer die gleiche Grundlage verwenden.  Diese sollte aber kein „Hey“ oder ähnlich umgangssprachliche Anreden enthalten. Selbst wenn dein zukünftiger Wunsch-Arbeitgeber ein modernes und cooles Erscheinungsbild nach außen pflegt, ist meist ein gepflegter Umgangston bei einer offiziellen Bewerbung gewünscht.

Wenn jedoch in der Stellenanzeige ein Ansprechpartner genannt wird, sollte dieser bei der Ansprache auch namentlich erwähnt werden. Den Namen im Briefkopf zu nennen und dann das Anschreiben mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ zu beginnen, sieht so aus als hätte der Bewerber die Stellenanzeige nicht richtig gelesen. Noch schlimmer wäre es, den Namen bzw. Ansprechpartner einer anderen Firma drin zu lassen.

Meine Empfehlung:
Zeige schon in der Ansprache, dass du die Stellenanzeige aufmerksam gelesen hast, das verschafft dir sicher keinen Nachteil.

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Falscher Firmenname

Auch hier gilt, Bewerbung vor dem Absenden bitte noch einmal kontrollieren. Denn sich bei Firma X zu bewerben und noch die Anschrift und Ansprechpartner von Firma Y im Anschreiben oder Lebenslauf zu nennen ist einfach peinlich.

Dies kann ein Versehen sein, sieht aber beim Empfänger nicht danach aus. Es wirkt als würde nicht wirklich großes Interesse an der Position bestehen.

Meine Empfehlung:
Möchtest du nicht direkt aussortiert werden, beachte die richtige Ansprache.

Für jede Datei eine Mail

Mittlerweile werden die wenigsten Bewerbungen per Post versendet. Fast alle Bewerbungen kommen via E-Mails oder die spezifischen Bewerberportale der Karriereseiten oder Bewerbungsformulare in die Firmen. 

Shocked man surprised about his mails

Bildquelle: AdobeStock_184090385 von Wayhome Studio

Hier können Probleme wie Dateigröße, oder die Maximalzahl der Anhänge ins Spiel kommen. Wenn es diese Begrenzungen geben sollte, sende am besten dein letztes Arbeitszeugnis mit. Alle anderen Dateien können bei Bedarf gerne dann nachgereicht werden.

Es ist sehr viel nerviger 5 E-Mails zu bekommen, nur damit alle Zeugnisse da sind.

Meine Empfehlung:
Gerne alles zusammenpacken, Zeugnisse in eine Datei und im Zweifelsfall eine ZIP-Datei aus den Unterlagen erstellen. Und generell gilt natürlich, dass Unterlagen im Zweifelsfall auch nachgereicht werden können, falls es nötig ist.

Mail-Betreff wird überbewertet

„Sehr geehrte Frau XY hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Position.“

Emotive Caucasian male with shocked expression

Bildquelle: AdobeStock_216490543 von Wayhome Studio

Da denkt man sich: „Danke für nichts.“ Denn als Recruiter oder Personaler hat man meistens viele verschiedene offene Positionen, für die gerade Bewerbungsprozesse laufen und kann somit diese Bewerbung nicht auf Anhieb zuordnen.

Man kann in vielen Fällen nicht nur anhand des Wohnortes oder des beruflichen Werdegangs darauf schließen für welche Position sich derjenige gerade beworben hat. Vor allem wenn die Firma für die man arbeitet auch noch verschiedene Standorte hat.

Die Stellenausschreibungen haben in 99,9% der Fälle einen eindeutigen Titel oder eine Referenznummer, die man mit angeben sollte. Hier kann man gerne zusätzlich den Standort hinzufügen. Besser mehr Infos, als zu wenig.

Meine Empfehlung:
„Sehr geehrte Frau XY hiermit bewerbe ich mich auf die ausgeschriebene Position als Recruiter am Standort Bochum.“

Ist doch gar nicht so schwer oder? Vielen Dank!

Wen interessiert schon, wann du starten kannst?

Wenn in der Stellenausschreibung die Information zur Verfügbarkeit und zum Gehalt gefordert wird, solltest du diese Angaben in deiner Bewerbung nicht vergessen. Vergesse nichts, was gefordert ist und schon gar nicht solche wichtigen Informationen.

Isolated shot of amazed surprised man looks with terror and panic

Bildquelle: AdobeStock_188039397 von Wayhome Studio

Denn wenn der Kandidat super passt, die Stelle ab sofort frei ist aber der Kandidat keine Angaben nennt, ist nicht klar, ob und wann er starten kann. Besteht vielleicht noch eine 3-monatige Kündigungsfrist oder muss man das Gehalt noch verhandeln? Das kann dann schon mal problematisch sein und zu unnötigen Zeitverzögerungen führen.

Natürlich legt man sein Gehalt nicht schon mit der Angabe in der Bewerbung fest, aber du gibst schon mal einen guten Richtwert für den Recruiter oder Personaler, der deine Bewerbung bearbeitet.

Solche Angaben müssen nicht (außer es wird gefordert) direkt gemacht werden, können aber sehr hilfreich sein.

Meine Empfehlung:
Ein Anschreiben ist mittlerweile in vielen Fällen keine Pflicht mehr, aber wenn du ein gutes Anschreiben hast, dann denke bitte auch daran, die geforderten und wichtigen Angaben nicht zu vergessen.

Übe dich in Floskeln schreiben

Ganz dringend in Floskeln schreiben. Wirkt authentisch und völlig individuell. Dinge, die Personaler und Recruiter noch NIE gehört haben:

1. „Ich bin Teamfähig, zuverlässig und hilfsbereit“ Wie also jeder andere Bewerber auch. Danke das hilft nicht!

2. „Ich freue mich ganz besonders auf Ihren Anruf“ und in der Ansprache steht noch eine andere Firma, überzeugend oder? Auch hier landet die Bewerbung eher auf dem Stapel „ungeeignet“.

3. „Meine bisherige Berufserfahrung hilft mir dabei, die geforderten Aufgaben zu bewältigen.“
Gut, denkt man zunächst. Aber, welche Erfahrung genau? Und von welchen Aufgaben wird hier gesprochen? Viel geschrieben und nichts gesagt. Kann man machen, sollte man aber nicht.

Natürlich ist es schwer ein gutes und aussagekräftiges Anschreiben zu formulieren, aber etwas individuell darf es schon sein.

Meine Empfehlung:
Möchtest du auf diese Floskeln nicht verzichten, dann fülle diese bitte mit Leben.
Beispiel: „Ich bin teamfähig und zuverlässig, was ich auch in meiner Ehrenamtlichen Tätigkeit in dem Fußballverein XY unter Beweis stelle.“

Klingt doch schon viel besser, oder?

DO’s 

DONT’s

Unbedingt im PDF Format verschicken.Deine Bewerbung im Word Format abschicken
Immer Zeugnisse ausstellen lassen & mitschicken.Ohne Zeugnisse bewerben
Anschreiben sollte keine Massenabfertigung, fehlerfrei und authentisch sein.Überall das gleiche Anschreiben verwenden
Niemand ist perfekt. Bei Fragen zur Schreibweise googlen & um Rat fragen.Rechtschreibung adé
In der Ansprache zeigen, dass die Stellenanzeige aufmerksam gelesen wurde.„Hey“ in der Ansprache verwenden
Immer auf den richtigen Firmennamen und AP achten.Falscher Firmenname
Sortiere deine Unterlagen und sende so wenig separate Mails wie möglich.Für jede Datei eine Mail
Wähle einen Betreff, den der Personaler/Recruiter gut zuordnen kann.Mail-Betreff wird überbewertet
Beantworte wichtige Fragen in deinem Anschreiben / in deiner Mail.Wichtige bzw. geforderte Angaben vergessen
Versuche keine leeren Floskeln zu verwenden & deine Sätze mit Inhalt zu füllen.Nur in leeren Floskeln schreiben

BEWERBUNG

Jetzt bewerben und den passenden Job finden!

Ich freue mich, wenn euch der Artikel gefallen bzw. geholfen hat. Wäre schön, wenn einige Empfehlungen beherzigt werden würden! Ich glaube fest an euch und freue mich, auf eure optimierten Bewerbungen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt ;-). Spaß bei Seite, gebt alles!

Nach Teil 1 muss es ja, in gewohnter Manier, mindestens einen Teil 2 geben. Und weil ich viele Geschichten erlebe, folgt Teil 2 auch schon in 2 Wochen. Also gerne am 01 April reinschauen.

Freue mich auf euren Besuch!

 

Quellen: Aus meinem Leben als Recruiter und meinem Mail-Postfach.

Hannah Böckmann

Hannah Böckmann

Recruiting Expert

Autor dieses Artikels!

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