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DIE 6 ROLLEN DER IDEALEN FÜHRUNGSKRAFT

Die 6 Rollen der idealen Führungskraft: So führen Sie mit Autorität und Persönlichkeit

29. Mai 2018 |

Kein Unternehmen kann ohne entsprechend fähige Führungskräfte funktionieren. Sie sind Sprachrohre zwischen den Mitarbeiterebenen und verantwortlich für die Kommunikation und Koordination von Interessen zwischen diesen Sphären.

Gruppe sitzt im Besprechungsraum, eine Person redet, anderen hören zu.

So führen Sie mit Autorität und Persönlichkeit. Bildquelle: pixabay.com | free-photos #1245776

Dabei wird jedoch jeder Inhaber einer leitenden Position mit allerlei Facetten des Arbeitslebens konfrontiert und sich zwangsläufig in Rollenkonflikte begeben müssen. Fühlt sich beispielsweise ein Mitarbeiter übergangen, so wird dieser seine weitere volle Mitarbeit boykottieren, was den Arbeitsprozess insgesamt ins Stocken bringen kann. Geht eine Führungskraft jedoch zu sehr auf seine Untergebenen ein, so läuft sie Gefahr, die Vorgaben der Vorgesetzten wiederum zu vernachlässigen. Eine erfolgreiche Mitarbeiterführung verlangt also stets ein Abwägen von Interessen und eine flexible Anpassung des eigenen Auftretens.

Beförderung in Aussicht – Was ist jetzt tun?

Mann sitzt vor dem Laptop, Frau mit Notizbuch sitzt daneben und hört zu

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Aus welchen Gründen auch immer ein(e) Mitarbeiter(in) firmenintern zur Führungskraft aufsteigt, es warten hohe Anforderungen und große Veränderungen im Ablauf des künftigen Arbeitsalltags auf sie oder ihn. Führungsstärke ist nicht nur eine Frage des Charakters, sondern auch der Übung. Sobald eine Beförderung in Aussicht steht, gilt es daher, möglichst früh mit dem Sammeln von Knowhow zu beginnen. Eine perfekte Einarbeitung in die neue Führungsrolle liefern spezielle Vorbereitungsseminare. Bei derartigen Weiterbildungsangeboten besteht zudem die Möglichkeit, sich mit bereits eingesessenen und angehenden Führungskräften auszutauschen und zu vernetzen, um noch erfolgreicher in die neue Position zu starten.

Bezogen auf die eigene Firma heißt dies ferner: Es muss nun herausgefunden werden, wer die neuen Ansprechpartner sind. Hier kann unter Umständen auch ein Mentor ausfindig gemacht werden, welcher bereit ist, von seinem reichen Erfahrungsschatz zu berichten. Dieser kann besonders dann eine unterstützende Funktion ausüben, sollten sich erwartungsgemäß die zukünftig unterstellten Mitarbeiter zunehmend auf Distanz begeben.

Typische Selbstmanipulation und Wahrnehmungsverzerrungen

Eine Führungskraft soll seine Mitarbeiter motivieren und zu guten eigenverantwortlichen Leistungen anspornen – jeden Mitarbeiter auf die erforderliche Art und Weise. Hierbei ist es von immensem Vorteil, ein Bewusstsein für die eigene Wirkung zu entwickeln. Da die Eigen- und Fremdwahrnehmung, besonders in Stressphasen, häufig nicht übereinstimmen, ist es unabdingbar, sich regelmäßig Feedback einzuholen und daraus zu lernen. Zwar soll nicht jedes auftauchende Problem zu einem persönlichen Problem gemacht werden, jedoch geht es darum, keine unrealistischen Vorstellungen in Bezug auf die eigenen Kompetenzen zu entwickeln. Eine Führungskraft, die ihre Stärken und Schwächen genau kennt, fällt nicht dem Fundamentalen Attributionsfehler anheim und läuft daher auch nicht Gefahr, die stets vorhandenen situativen Einflüsse für die Beurteilung von Mitarbeitern und die eigene Entscheidungsfindung zu vernachlässigen. Eine gängige Praxis der Selbstmanipulation von Führungskräften ist ferner die Tendenz, eigene Gefühle und Werte nach einer getätigten Handlung bzw. einem gezeigten Verhalten mit allen Mitteln vor sich selbst zu rechtfertigen. Ein derartiger Pragmatismus ermöglicht zwar, das Gefühl von innerer Disharmonie zu reduzieren, verhindert jedoch einen kritischen und ungetrübten Blick auf die Welt, wie sie ist.

Die 6 Gesichter einer optimalen Führungskraft

Hände liegen in der Mitte übereinander, Teamgefühl

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Eine Führungskraft sollte in der Lage sein, jeweils abhängig von den Anforderungen der Situation, folgende 6 Rollen einnehmen zu können.

1. Coach:
Eine Führungskraft fungiert stets als eine Art Coach für seine Mitarbeiter, weswegen der Fokus auch auf deren individuelle Entwicklung gerichtet werden sollte. Optimalerweise erhalten diese nicht nur regelmäßiges Feedback und bei guter Leistung auch entsprechendes Lob, sondern auch Weiterentwicklungsoptionen im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Einer idealen Führungsposition gelingt es ferner, autoritär und glaubwürdig aufzutreten, Menschlichkeit zu zeigen und getätigte Zusagen einzuhalten.

2. Fachmann:
Als Experte auf ihrem Gebiet bringt die Führungskraft Fachwissen zur Problemlösung in den Arbeitsprozessen seiner Mitarbeiter ein. Mit diesem Wissen soll er jedoch seinen Mitarbeitern ein effizientes und selbstständiges Arbeiten ermöglichen. Aus diesem Grund ist es von wesentlicher Bedeutung, auch die Kenntnisse der Untergebenen zu würdigen.

3. Mitarbeiter:
Eine Führungskraft ist üblicherweise wiederum selbst ein Mitarbeiter der eigenen Firma und hat darum zur Aufgabe, die Ziele der jeweils höheren Hierarchieebene zu erfüllen. Wer Erfolg haben möchte, darf in diesem Zusammenhang nicht die Herausforderungen und den damit verbundenen Wettbewerb mit anderen leitenden Positionen auf gleicher Ebene scheuen.

4. Moderator:
Eine Führungspersönlichkeit muss stets auch das Team-Erleben fördern und moderieren. Eine Identifikation des Teams untereinander erfordert nicht nur einen gewissen Grad an Optimismus vonseiten des Teamleiters, sondern auch eine Art Vision für die zu leistende Arbeit, die es den Mitarbeitern zu vermitteln gilt.

5. Unternehmer:
Es kann Entscheidungen geben, die dem Teaminteresse entgegenstreben, aber für den Unternehmenserfolg unabdingbar sind. Eine Führungskraft zu sein, bedeutet daher auch flexibel zu sein, Änderungen willkommen zu heißen und dies auch so den Mitarbeitern zu kommunizieren. Gelegentlich müssen Entscheidungen auch bei Widerstreben der Untergebenen durchgesetzt werden. Daher sollte ein Unternehmer nicht zögerlich auftreten und gegebenenfalls den Entzug von Anerkennung vonseiten der Mitarbeiter aushalten können. Da es für gewöhnlich unmöglich ist, sämtliche für eine Entscheidung relevanten Informationen zu berücksichtigen, gilt es ferner, Unsicherheit auszuhalten.

6. Vorgesetzter:
Als Vorgesetzter trägt jede Führungskraft Verantwortung für die Leistung seiner Mitarbeiter, weswegen es unabdingbar ist, offen zu kommunizieren und Zielsetzungen zu vereinbaren. Hierzu gehört, dass der Vorgesetzte in der Lage ist, Kompetenzen und Verantwortung abzugeben. Dies wird auch als Empowerment bezeichnet. Ist das jeweilige Aufgabengebiet eines Mitarbeiters sowie die Verantwortlichkeiten klar geregelt, so reduziert dies etwaige Doppelarbeit und Reibereien.

Isabel Kulessa

Isabel Kulessa

Marketing Manager

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