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RECAP KOKS.DIGITAL 2018 IN BOCHUM

koks.digital 2018 – Mein Recap der Konferenz für Digitales Marketing

25. Apr 2018 |

 „Glück Auf“  – Die koks.digital, die digitale Marketingkonferenz im Ruhrgebiet, fand das 3. Mal in Bochum statt.

Ich war zum ersten Mal bei “koks.digital” dabei und bin begeistert. In der Nähe des Bochumer Bermuda3ecks, genauer gesagt im Riff und in der Rotunde, gaben digitale Experten und Expertinnen auf 2 Bühnen Ihr Know-How zum Besten. Die zwei Slots waren ansprechend befüllt mit Vorträgen zu Themen wie Content Marketing, Facebook Ads, digitale Communities, Affiliate Marketing, Video Strategien, Marketing durch Design und vielen mehr. Für mich total interessant: der Start-up-Pitch und die Expertenrunde am Ende des Tages.

Networking & Austausch mit den Speakern in der kurzen Pause der koks.digital

v.l.n.r. Rene Dhemant, Marco Döller, Patrick Pape, Michael Höcker, Jochen Pfister, Isabel Kulessa

Mit über 400 Besuchern war die koks.digital in diesem Jahr ausverkauft! Beide Räumlichkeiten waren demnach stets gut gefüllt, die Laune bei Besuchern und Speakern gut und die Resonanz durchweg positiv. Durch die Speaker-Auswahl (23) und der breit gefächerten Themenauswahl, war wirklich für jeden Besucher etwas dabei. Inhaltlich war es sehr abwechslungsreich und ansprechend, sodass ich viel mitnehmen konnte. Zudem wurden interessante Gespräche geführt, neue Kontakte geknüpft – Networking unter strahlendem Himmel.

Der Jutebeutel, ein Geschenk an alle Teilnehmer der koks.digital

Geschenk an alle Teilnehmer der koks.digital

Für mich die etwas andere Veranstaltung. Mir scheint, als sei die koks.digital alternativer – für Neues offen. So konnte man z. B. am Stand ein Macha-Grüngetränk probieren (ma‘tae) und über slido während des Vortrags Fragen stellen, die im Anschluss des Vortrags direkt vorgelesen und beantwortet wurden. Das war mehr als praktisch! Würde ich jeder Veranstaltung ans Herz legen!             Bei zwei Slots konnte ich natürlich nicht bei allen Vorträgen dabei sein. Aber bei denen ich lauschen konnte, war ich mehr als begeistert. Nun folgt eine kurze Zusammenfassung, ein Recap meiner Eindrücke  und Must-Know’s der Veranstaltung.

Digitale Communities

Vortrag über Digitale Communities von Nora Breuker auf der koks.digital

Digitale Communities von Nora Breuker

Gestartet hat mein Morgen mit dem Vortrag der bezaubernden Nora Breuker (Setlog GmbH). Beeindruckend, wie andere in 24 h/day Dinge leisten, wofür die meisten mehr als 50 h bräuchten und nicht ansatzweise so erfolgreich wären. Das Thema „Digitale Communities“ speziell auf Facebook bezogen, war für mich völlig neu. Klar, wir sind alle bei Facebook und alle in diversen „Gruppen“ – jedoch habe ich mir nie richtig bewusstgemacht, wofür solche Gruppen gut sind oder was man damit bewirken kann. Mit Beispielen aus Ihrer eigenen Community „From Fat To Finish Line“ verdeutlicht sie die Kraft solcher Communities, den Nutzen, erläutert diverse Möglichkeiten und Methoden.

 

Unter anderem stellt Nora das SPACE-Model von CMX Hub vor:
Support | Product | Acquisition | Content & Programming | Engagement.

Support – Solche Communities dienen Mitgliedern als Hilfestellung für bestimmte Fragen zum Produkt oder der Firma. Hier können Sie sich austauschen und gegenseitig Fragen beantworten & supporten.
Product – Die Ideen und das Feedback der Mitglieder bringen dein Produkt weiter nach vorne. Es können Vorschläge für Verbesserungen direkt gesammelt und verwertet bzw. ausgewertet werden.
Acquisition – Man schafft sich ein Netzwerk von Befürwortern und trägt Botschaften bzgl. eines Produkts oder einer Dienstleistung in die Welt. Man fördert das eigene Wachstum und steigert die Loyalität der Mitglieder.
Content & Programming – Durch den Aufbau der Gemeinschaft, also der Masse an Menschen, wird der Wert für dein Produkt/deine Dienstleistung aus der Masse heraus geschaffen und gesteigert. (z. B. Open Source oder Crowdfunding)
Engagement – Die Gemeinschaft wird durch das Interesse der Menschen an deiner Marke/deinem Produkt oder deiner Dienstleistung geschaffen und aufgebaut. Hier muss man die Zielgruppe gut definieren bzw. analysieren. Nora machte aber auch ganz klar, dass es in Communities einen Fokus geben muss & es viel Arbeit und Zeit braucht, sich eine eigene Community aufzubauen. Besonders, diese dann zu pflegen, zu monitoren und zu managen. Mir ist klar geworden, wie groß der Mehrwert solcher guten Communities sein kann. Zudem, wie gut der Abstand, der zum herkömmlichen Marketing & Informationsflut geschaffen wird, doch ist. Danke Nora.

GoogleBot bändigen

Vortrag über die Möglichkeiten einen GoogleBot zu bändigen von Rene Dhemant auf der koks.digital

Möglichkeiten einen GoogleBot zu bändigen

Weiter ging es mit Rene Dhemant (CEO/Markenberater dhemant.de) und einem technischen Thema. Rene erläuterte, wie man am besten den GoogleBot bändigt. Genauer gesagt ging es um „Effizientes Crawling und Indexing JavaScript basierter Webseiten“. Für mich ein sehr tiefgehender und detaillierter Vortrag zum Thema crawlen und indexieren durch Google. Da ich nicht so tief in der Materie stecke, habe ich nicht alles in Gänze verstehen können. Doch für mich persönlich habe ich mitgenommen, dass Seiten mit JavaScript schwieriger gecrawlt werden können, als die Seiten ohne JavaScript. Da das Crawling das Eintrittstor in den Google-Index ist und wir alle in den Index von Google wollen, sollten wir es dem Bot so einfach wie möglich machen. Also entweder gute Seiten ohne JavaScript erstellen oder das JavaScript so schnell und fehlerfrei einbinden, dass es keine Probleme beim Auslesen (Rendering) gibt.

 

Slide zu HTML und JavaScript, Votrag von Rene Dhemant auf der koks.digital

Slide zu HTML und JavaScript, Rene Dhemant

Denn der Crawler GoogleBot kann nur HTML crawlen und die Links auslesen, kein JavaScript. Demnach sollte der Indexer (Caffeine) die Seite mit JavaScript easy lesen und auswerten (rendern) können, sodass problemlos alle Daten (Links, URLs und Inhalte) nach der Verarbeitung auch im Google-Index aufgenommen werden können. Ist das nicht der Fall, wird die Seite nicht oder nur teilweise indexiert – und das wäre ja genau das, was wir alle vermeiden wollen. Was nehme ich mit? Ich möchte JavaScript vermeiden!

Seine Slides zum Vortrag könnt ihr hier downloaden

 

 

 

Facebook Algorithmen & Ads

Vortrag über Facebook Ads & Algorithmus von Michael Höcker

Vortrag über Facebook Ads & Algorithmus von Michael Höcker auf der koks.digital

Im nächsten Slot habe ich mich für Michael Höcker vom Landwirtschaftsverlag entschieden. Wie man mit einem Bagger oder anderen Landschaftsbau-Motiven eine solche Reichweite, so viele Klicks & Kommentare erzielen kann – DAS hat mich neugierig gemacht. Und eigentlich ist das Geheimnis gar kein Geheimnis. Kenne deine Zielgruppe genau, gebe Ihnen, was Sie sehen/lesen wollen und zack, läuft es fast wie von selbst. Zielgruppenanalyse steht also ganz oben auf der Liste! Zudem sollte klar sein, welche Inhalte wann gepostet werden sollten, denn auch die Uhrzeit ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg der Posts.

Was ich für mich mitgenommen habe? Interaktionen sind wichtiger als Likes, denn die organische Reichweite ist abhängig von Kommentaren und Shares, nicht nur von der Anzahl an Likes. Zudem ist die Qualität & der regionale Bezug der Beiträge wichtig, um den aktuellsten Änderungen von Facebook zu entgehen bzw. entgegen zu wirken, denn wie wir wissen, werden nur noch wenige Inhalte von Unternehmen angezeigt.
Besonders wichtig sind demnach die Beiträge mit sinnvollen Interaktionen und lokalen Inhalten. Da wir organische Reichweite umsonst bekommen, sollten wir uns darüber aber nicht zu sehr aufregen 😉 Sehr interessanter Einblick in eine ganz andere „Welt“ – der Landwirtschaft auf Facebook.

 

Plattformübergreifende Video-Strategie als Baukasten-Prinzip

Vortrag über plattformübergreifende Video-Strategien von Patrick Pape auf der koks.digital

Plattformübergreifende Video-Strategien von Patrick Pape

Im Anschluss hat sich Patrick Pape (morefire GmbH) dem Thema Video-Strategie gewidmet und einige gute Beispiele von plattformübergreifenden Kampagnen gezeigt. Im Gedächtnis sind mir die Beispiele der Bundeswehr geblieben. Hier wurden Teaser-Videos über Instagram gepostet und die Videos in gesamter Länge dann bei Facebook oder YouTube gezeigt. Es wurden Gewinnspiele oder Quiz-Fragen gepostet und somit eine Reihe von Menschen abgeholt, zur Interaktion aufgerufen und zeitgleich informiert. Es gab hier sogar Reihen von Videos, die mit Folgen usw. weitergeführt wurden, sodass User bei Neugier auf Folge zwei warten mussten und diese dann erst eine Woche später bei Facebook oder YouTube sehen konnten. Das war so erfolgreich, dass es sogar eine Weiterführung der ersten Staffel gab. Bindung der User auf mehreren Ebenen und über mehrere Wege – echt gut gemacht! Bei der Bundeswehr sei angeblich die Bewerberrate nach dieser aufwändigen Kampagne um 20% gestiegen! Nicht schlecht.

 

Marketing durch Design

Marketing durch Design von Eray Basar

Marketing durch Design von Eray Basar

Vor Kaffee und Kuchen nochmal einem Beitrag gelauscht, der mich persönlich sehr interessiert hat. Mein Grafiker-Herz schlägt höher, als Eray Basar (9elements GmbH) in seinem Vortrag unter anderem darüber referierte, dass gutes Design über den Erfolg eines Produktes oder auch einer Dienstleistung entscheiden kann. Gute & kreative Gestaltung ist in Zeiten von Social Media immer dominanter und sogar unverzichtbar für jede Kampagne geworden.

Design gehört zum entscheidenden Erfolgsfaktor & sollte demnach nicht vernachlässigt werden. Na das habe ich natürlich gerne gehört! Eray hat zum Ende des Vortrages noch einige gute Tools (Bsp.: Stencil) vorgeschlagen, die „Nicht-Designer“ nutzen können, ohne Photoshop und Co. zu beherrschen. Hier ist das Ziel, Marketing optisch, also durch gutes Design, noch besser zu machen. Das Marketier – muss eben ein Allrounder sein!

 

Emotionale Trigger für bessere Klickraten nutzen

Vortrag über emotionale Trigger um die Klickrate zu erhöhen von Robin Heintze auf der koks.digital

Emotionale Trigger um die Klickrate zu erhöhen von Robin Heintze

Nach dem Startup Pitch ging es bei Robin Heintze (morefire GmbH) um die Emotionen und Motivationen der Google-Sucher, also eigentlich um uns alle! Denn sind wir mal ehrlich, wir googlen doch alle. Mal googlen wir nur eine Adresse, mal eine Website und manchmal auch Fragen, worauf wir keine Antwort wissen und gerne eine Antwort hätten. Genau darum ging es. Wir müssen versuchen zu verstehen, was Nutzer dazu antreibt, eine bestimmte Anfrage bei Google einzugeben. Emotionen sind hier ganz entscheidend. Mit dem Beispiel und der Suchanfrage „Erektile Dysfunktion“ leitete Robin seinen Vortrag ein. Wie? Ganz einfach – mit der Frage, auf welche Anzeige wir eher klicken würden: 1. Länger durchhalten? | 2. Enttäuschung vermeiden?

And the winner is? – Länger durchhalten! Männer wollen länger durchhalten, Frauen wollen, dass Männer länger durchhalten. Robin brachte noch viele solcher Beispiele und lies erst das Publikum raten, bevor er die Auflösung zeigte. Hier wurde klar, dass Emotionen eine ganz wichtige Rolle spielen, wenn wir Headlines und Texte lesen. Hier könnt ihr euch ein Beispiel und die Auswertung ansehen:

Slide der 4 Headline-Varianten und deren Unterschied von Robin Heintze

Headline-Varianten für bessere Klickraten

Auswertungs-Slide der Testung, welche Headline besser bei Usern ankommt von Robin Heintze

Testergebnis: Welche Headline besser bei Usern ankommt

Was für ein Fazit wir daraus ziehen sollten ist ganz klar: Biete in der Headline, im Anleser deiner Anzeigen, die direkte Lösung für das gesuchte Problem! Oder besser gesagt, biete genau auf die Suchanfrage passende Texte und berücksichtige die treibenden Emotionen. Biete Benefits statt Features und achte auf unique content. Ob für ein Produkt, ein Problem oder eine Dienstleistung. In den Suchenden hineinversetzen und ausloten, welche Antwort gewünscht wird. Welche Emotion treibt den User an zu suchen & wie gebe ich ihm bestenfalls, genau das was er finden möchte. Laut Robin steigen dadurch die Klickraten merklich! Danke für diesen lehrreichen und sehr amüsanten Vortrag!

Isabel Kulessa

Isabel Kulessa

Marketing Manager

Autor dieses Artikels!

Mein Fazit

Stefan-Gerth (Organisator) bei der Begrüßung und Moderation der Konferenz in der Rotunde

Stefan-Gerth (Organisator)

Insgesamt muss ich nochmal die gute Organisation erwähnen. Trotz verspätetem Beginn hatte ich nie das Gefühl, dass etwas nicht läuft oder hektisch wird. Das Essen war lecker, die Vorträge super! koks.digital – Alles in allem ein rundum gelungenes Event. Ein kleines Manko muss ich erwähnen, welches zu Beginn zum Lacher in der Rotunde führte.

Wir: Du Stefan, könnten wir bitte das WLAN Passwort haben? Wäre super! Stefan: Leider nicht, das haben wir nicht geschafft! Daran müssen wir noch arbeiten. – lautes Gelächter folgte –

Mein Verbesserungsvorschlag für nächstes Jahr: nicht nur Freibier, sondern auch WLAN für alle! Ihr wisst doch – digital und so!

Ich bin nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei und freue mich jetzt schon auf neue und bekannte Gesichter.  Glück auf!

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