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DIGITALISIERUNG

Grundsätzlich kann man sagen, dass der digitale Wandel nicht aufzuhalten ist und wir diesen mitgestalten können. Wie wir selbst miterleben, sind die technologischen Entwicklungen rasant und verändern nicht nur die Art, wie wir uns informieren, sondern auch wie wir miteinander kommunizieren und wie wir konsumieren. Kurz gesagt, wie wir leben. Diesen Wandel sollten wir alle als Chance begreifen, mehr Wohlstand und mehr Lebensqualität für uns zu schaffen. Gleichzeitig auf die Sozialverträglichkeit zu achten und diesen im Einklang mit unseren Grundwerten zu gestalten.

Digitalisierung

Die tiefgreifende Veränderung von Wirtschaft und Gesellschaft durch digitale Technologien wird als Digitalisierung oder digitale Revolution bezeichnet. Die Übertragung von analogen Informationen auf digitale Speichermedien und die damit einhergehende Möglichkeit, diese elektronisch verarbeiten zu können, ist die Grundlage der Digitalisierung. Wenn man den Bezug zu Unternehmen knüpft, wird oft von digitaler Transformation bzw. digitalem Wandel gesprochen. Hart formuliert könnte man auch von digitaler Disruption, d. h. von einem digitalen Umsturz sprechen. 

Was umfasst Digitalisierung genau?

Hier wird kein Bereich ausgelassen. Alle Gesellschaftsbereiche von Bildung, Politik und Wirtschaft über stattliche Verwaltungsorgane bis hin zur sozialen Interaktion. Das Internet und die Vernetzung der Menschen und Geräte untereinander sind Treiber dieser Entwicklung. Es entstehen neue Geschäftsmodelle, neue Plattformen sprießen aus dem Boden, neue Berufe entstehen und ganz neue Möglichkeiten eröffnen sich. Die Kehrseite dieser Entwicklung? Alte, bzw. ältere / andere Geschäftsmodelle verschwinden (zum Teil) ganz. 

Neue oder veränderte Geschäftsmodelle entstehen: Es werden Sprachen online gelernt, Parties via Umfrage organisiert, Musik und Filme werden gestreamt, Voicenachrichten verschickt, anstatt zu telefonieren. Aber auch die Industrie wandelt sich stark: 3D-Drucker stellen Maschinenteile her, Roboter bauen diese zusammen, und ganze Fabriken sind intelligenter miteinander vernetzt, als sie es je waren.

Grafiken zum Thema Digitalisierung und ihre Teilbereiche

Grafikquelle: AdobeStock_208947094 /Trueffelpix

Warum wird die Digitalisierung kritisiert?

Häufiger Anlass für Diskussionen und Kritik ist die fortschreitende Digitalisierung. Natürlich auch ihre Auswirkungen, welche sie auf die Gesellschaft, Wirtschaft und Politik hat, werden stark umstritten. Zum einen gibt es die Ethik-Frage die sich stellt. In der Technik- und Informationsethik fragen sich alle, in welchem Ausmaß sich der Gewinn und Verlust der persönlichen und informationellen Autonomie auf alle Lebensbereiche auswirkt. Frage wie “Wie abhängig wird man als Kunde von IT und IT-Unternehmen?” und “Wie geht man in der z. B. Unternehmensverantwortung bzw. Unternehmensethik bei der Nutzung der Daten bei den Fertigungsprozessen gegenüber den Nutzern und Mitarbeitern vor?” stellen sich mehr und mehr! 
Nach der Verantwortung der Konsumenten von digitalen Gütern und Dienstleistungen, welche die Konsumentenethik mit einschließt, ganz zu schweigen. Alle ethischen Bereiche umfassen auch die Bereiche der Rechtswissenschaft, Medizin, Soziologie und Psychologie.

Stark in der Kritik steht ebenfalls, dass Arbeiter und Angestellte durch voranschreitende Digitalisierung ihre Arbeit verlieren könnten. Argumentation: Hard- und Softwareroboter seien günstiger, schneller und würden die Arbeit fehlerfreier verrichten. Mit den Ansätzen und Konzepten wie der Robotersteuer und KI (Künstliche Intelligenz) wird sich mehr und mehr befasst. Das Roboter auch Arbeitserleichterung verschaffen können und somit etwas Positives mit sich bringen, wird in vielen Diskussionen oft nicht thematisiert. 

Was sind Vorteile der Digitalisierung?

Nehmen wir zunächst die einfachste und gängigste Form der Digitalisierung: Bilder, Tonaufnahmen, Videos und Informationen werden von analogen zu digitalen Medien. Die meisten dieser Medien werden mittlerweile direkt in digitaler Form, ohne die Vorstufe einer analogen Version erstellt und uns Verbrauchern zur Verfügung gestellt. Die Erstellung, Speicherung, Verteilung und Verarbeitung der digitalen Daten erfolgt mithilfe moderner Informationstechnik wie Internetanwendungen, Datenbanken, Computer, Tablets, Smartphones und Kommunikationsnetze. Digitale Formate lassen sich wesentlich flexibler und schneller verarbeiten als analoge Informationen und bieten uns einen extremen Mehrwert.

Zudem sind digitale Informationen maschinell lesbar und dadurch schneller zu verarbeiten und zu durchsuchen (Festplatten, Ordner usw.). Des weiteren sind diverse Komprimierungsalgorithmen auf die Daten anwendbar, die den Speicherbedarf erheblich reduzieren und zum Beispiel analoge Fotoalben, Kassetten und Co. ersetzen. Die Haltbarkeit solcher Daten ist ebenfalls um einiges länger als die bei analogen Fotos, Videoaufnahmen auf Film oder Disketten. Ein riesen Vorteil sind einfach erstellbare Kopien der digitalen Daten, die den Informationsverlust verhindern und uns die Sicherung und Verbreitung von Informationen und Erinnerungen, ohne Qualitätsverlust, erleichtern. 

Wie Digitalisierung die Kommunikation verändert?

Digitalisierung ist in aller Munde, keiner kommt daran vorbei, keiner weiß so richtig, was damit gemeint ist und doch sind wir mittendrin. Die Zukunft wird digitaler, weshalb wir nicht nur in Unternehmen, d. h. in der Arbeitswelt auf diesen Zug aufspringen müssen. Nein, auch im privaten Umfeld wird die Zukunft geprägt von digitalisierter Kommunikation und Digitalisierung. 

Zum Beispiel werden zwischenmenschlichen Beziehungen, ob im privaten oder im beruflichen Umfeld, digitalisiert. Die Kommunikation der Menschen wird heute primär über Social Media oder Messenger-Dienste wie WhatsApp geregelt. Hier werden Termine vereinbart, Verabredungen geplant, Probleme geregelt, Grundsätzliches besprochen. Selbst im Büro greift man im digitalen Zeitalter eher zum Hörer oder schreibt eine E-Mail, anstatt kurz rüber ins Nachbarbüro zu laufen. Viele Prozesse werden durch die Digitalisierung einfacher, schneller, flexibler – einiges geht dabei aber auch verloren. Die Barrieren werden gleichzeitig durch die Technologie herabgesetzt und heraufgesetzt. Wie? Jemanden Dinge ins Gesicht zu sagen fällt zunehmend schwerer, digitale Medien dienen als Puffer. Unangenehmen Gesprächen wird aus dem Weg gegangen. Aber nicht alles ist schlecht, wie viele Kritiker meinen. Wo man früher lange auf Antworten warten musste, z. B. bist die Post mit dem lang erwarteten Brief kommt – geht heute alles innerhalb von Minuten. Wir sind viel besser miteinander vernetzt und auch noch Jahre nach der z. B. gemeinsamen Schulzeit miteinander verbunden. Zudem ist durch die Digitalisierung eine Verbindung über ganze Kontinente problemlos möglich geworden und ermöglicht uns das unkomplizierte und zeitnahe Kommunizieren. Wir können uns via Skype sehen, hören und uns austauschen. Wir sind informiert darüber, was in der ganzen Welt passiert und bekommen über Soziale Netzwerke weitere Informationen zu Themen, die uns interessieren. Personalisierten Content, von Freunden oder Fremden – andere Sichtweisen, die uns über den Tellerrand schauen lassen. In Schulen werden wichtige Kenntnisse und Wissen mithilfe von digitalen Medien näher gebracht. Schulen unterrichten seit Jahrzehnten mithilfe von Projektoren und Video-Material. Es sind Computer und mittlerweile Tablets und Co. in Schulen etabliert. Kinder und Jugendliche bekommen sehr früh den Umgang mit der entsprechenden Software und Hardware beigebracht, sind in der digitalen Welt zuhause. Im digitalen Zeitalter in dem wir uns befinden gibt es viele Vorteile, die wir sehen müssen. Ein richtiger und gesunder Umgang ist hier jedoch unabdingbar.

Und sind wir mal ehrlich, in die Bibliothek zu müssen, um an Informationen zu komme, können wir uns heutzutage doch alle kaum vorstellen. Schnell wird “Google” oder eine andere Suchmaschine gefragt, es fehlt die Zeit. Wir sind nicht unbedingt fauler und bequemer geworden, weil wir das Internet und andere Medien nutzen können, sondern nutzen die gewonnene Zeit anderweitig. Hoffentlich auch mal dazu, um sich mit unserer Familie hinzusetzen und einfach mal Face2Face zu reden. Das ist zwar oldschool und ganz ohne virtual-reality-brille möglich – schade, aber eben auch wichtig.

 

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